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„Maestro! L’arte interpretativa dei direttori d’orchestra italiani nel Novecento“
von Carlo Mertens, Greifswald/Rom
Ist die nationale Repertoirepflege für italienische Dirigenten heute noch von Belang? Und wie hat sich das Verhältnis zwischen Dirigent und Avantgarde im Italien des 20. Jahrhunderts verändert? Dies waren zwei von vielen Kernfragen der von Peter Niedermüller am Deutschen Historischen Institut in Rom veranstalteten Tagung. Die Beiträge sollen in der Institutsreihe, den Analecta Musicologica, erscheinen.
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"Musicisti europei a Venezia, Roma e Napoli (1650-1750): Musica, identità delle nazioni e scambi culturali"
von Magdalena Boschung, Mainz
Vom 19. bis 21. Januar 2012 fand am Deutschen Historischen Institut Rom und an der École Française de Rome der Abschlusskongress des ANR-DFG Projekts MUSICI statt. Am ersten Kongresstag begrüßten Michael Matheus und Sabine Ehrmann-Herfort die Tagungsteilnehmer am Deutschen Historischen Institut und betonten die Wichtigkeit des Projektes sowohl für das Institut als auch als Vorbild interdisziplinärer und internationaler Forschungszusammenarbeit. Die Projektleiterinnen Gesa zur Nieden und Anne-Madeleine Goulet sprachen als Veranstalterinnen ein Grußwort und skizzierten Ziele und Struktur der Tagung, die einerseits eine Präsentation der zweijährigen Projektarbeit darstellte und andererseits eine Grundlage für den Austausch mit externen Wissenschaftlern bieten sollte. Das Projekt hat zum Ziel, der starken Erforschung der europäischen Musikermigration von der italienischen Halbinsel aus eine Untersuchung der Reisen und Aufenthalte europäischer Musiker in Venedig, Rom und Neapel zwischen 1650 und 1750 an die Seite zu stellen. Auf diese Weise sollen Fragen der Quantität und Qualität des kulturellen Austausches und der Entstehung der sogenannten musikalischen Nationalstile beleuchtet werden. Hierzu wurden die Wege und Wirkungsstätten europäischer Musiker in den Blick genommen, die zur Zeit der europaweiten Verbreitung der italienischen Gattung Oper in den Musikzentren Venedig, Rom und Neapel tätig waren. Die unterschiedlichen Forschungsfelder wurden in den vier Sektionen des Kongresses abgebildet.
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„Ferdinand Hiller (1811–1885). Komponist – Interpret – Musikvermittler"
von Alexander Butz, Kiel
In Hugo Riemanns Rückblick auf das gerade vergangene 19. Jahrhundert, der Geschichte der Musik seit Beethoven von 1901, gilt Ferdinand Hiller für große Teile der zurückliegenden Dekaden als „der angesehendste und einflußreichste Musiker des westlichen Deutschland". Gegenüber diesem gewichtigen Votum nimmt sich die Aufmerksamkeit, mit der Musikpraxis und -forschung den 1811 in Frankfurt am Main geborenen Komponisten, Pianisten, Dirigenten, Konzertveranstalter, Pädagogen und Musikschriftsteller in jüngerer Zeit bedachten, eher spärlich aus. Die anhaltende Reihe von zweihundertjährigen Geburtsjubiläen der um 1810 geborenen Musikergeneration barg im vergangenen Jahr die Gelegenheit, abseits der Feierlichkeiten für besser etablierte Vertreter dieser Gruppe gleichfalls einen Impuls zur Erforschung von Leben und Schaffen Hillers zu setzen. Dies geschah vom 26. bis 29. Oktober 2011 in Gestalt eines internationalen musikwissenschaftlichen Symposiums in Hillers Geburtsstadt sowie seinem späteren Hauptwirkungsort Köln. Die wissenschaftliche Leitung oblag Prof. Dr. Peter Ackermann (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a.M.), Prof. Dr. Arnold Jacobshagen (Hochschule für Musik und Tanz, Köln) und Prof. Dr. Wolfram Steinbeck (Universität zu Köln), die das Symposium in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft für Rheinische Musikgeschichte als Gemeinschaftsprojekt ausrichteten.
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