| Oktober 2010 | | Drucken | |
|
Jahrestagungen der der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) und der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) Call for Papers Vom 7. bis 10. Oktober 2010 finden an der Hochschule für Musik Würzburg zeitgleich die Jahrestagungen der der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) und der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) statt. Weil es in Deutschland in den letzten Jahrzehnten wenige Berührungspunkte zwischen Musiktheorie und Musikpsychologie gegeben hat, gilt die gemeinsame Tagung der Stärkung des Dialogs zwischen den Nachbardisziplinen. Der thematische Rahmen ist bewusst weit gespannt, fokussiert jedoch den Schaffensprozess.
I Schaffensprozess und Theoriebildung (Keynotes: Andreas Haug, Nicholas Cook) Zentraler Gegenstand ist die vielfach vermittelte Einheit von Kreativität und theoretischer Reflexion im Schaffensprozess, wobei die Gewichtung in diesem produktiven Spannungsverhältnis sehr unterschiedlich sein kann: von der (fast oder scheinbar) theorielosen kreativen Unmittelbarkeit bis hin zur (wiederum fast oder scheinbar) nicht-kreativen Ausbreitung theoretischer Konstruktion. Dazu gehört ebenfalls die Teilhabe an historisch zu definierenden Systemen der Ästhetik und an den Regelwerken der „ars“. Wie geschieht der kreative und/oder theoretisch reflektierende Umgang mit ihnen? „Kreative Authentizität“, gern allein für den Schaffensprozess beansprucht, kann aber ebenso in der Reflexion und der aktiven Rezeption angesiedelt sein. Erbeten sind Beiträge, die – in unterschiedlichen historischen Kontexten – das Ineinandergreifen von Komposition und dem Versuch einer theoretischen Objektivierung in Poetik oder Rezeption thematisieren.
II Konzepte von Kreativität in romantischer Formensprache (Keynote: Tobias Janz) Die wesentlichen musikästhetischen Prämissen des 19. Jahrhunderts implizieren meist Vorstellungen von Kreativität. Die so geprägte Analysesprache setzt mehr oder weniger latent ein Wissen um den Schaffensprozess voraus, dessen z. T. metaphysische Züge auch auf die Musik selbst übertragen werden. Gewünscht sind Beiträge (auch zur Höranalyse), die dieses Verhältnis von romantischer Musikästhetik und Kreativität in der Analyse und ihrer jeweiligen Sprache problematisieren.
III Generative Prozesse, Wahrnehmung und Wirkung (Keynote: Wolfgang Auhagen) Die Musikpsychologie nimmt vor allem den künstlerischen Schaffensprozess und die Wahrnehmung von Strukturen und Emotionen durch den Hörer in den Blick und versucht mit einem interdisziplinären Zugang eine distanzierende Sicht auf generative und rekonstruktive Vorgänge im Menschen. Beiträge, die diesen Themenbereich betreffen sind erwünscht, besonders wenn sie einen Bezug zur Musiktheorie aufweisen. Es können sowohl empirische als auch theoretische Beiträge angemeldet werden.
IV Neue Medien, elektronische Musik (Keynote: Georg Hajdu) Die sogenannten Neuen Medien sind mittlerweile sowohl als Bestandteil performativer Konzepte, wie auch als unterstützendes Element bei der Herstellung von künstlerischen Produkten und deren Vermittlung etabliert. Die vierte Sektion bietet ein Forum für die Präsentation jeglicher Art von Computereinsatz in Zusammenhang mit Musik: computergestützter Kompositionen, interdisziplinäre und multimediale Projekte, Live-Elektronik, Beiträge zu den Bereichen Klangforschung und Musikvermittlung, Geschichte der elektronischen Musik, Forschungsprojekte zu den genannten Teilthemen.
V. Freie Beiträge Ohne Vorgaben. Die wissenschaftlich gleichwertigen Präsentationsformen sind Vortrag (20 Min. Länge) oder Poster (für DGM). Die Einreichung eines Abstracts (max. 600 Worte) erfolgt bis spätestens 11. Juni 2010 an die Adresse: kongress2010hfm-wuerzburgde.
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. April 2010 um 10:50 Uhr |