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Oktober 2010 | Drucken |
SOUNDRECORDING. MUSIKALISCHE INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH
Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft 2010 in Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum Salzburg, 15.–17. Oktober 2010, Salzburg

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Die technologischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts haben mit dem Festhalten und Bewahren von Ton, Klang und Musik eine eigenständige Quellenkategorie geschaffen. Bedenkt man, dass die Herstellung von  „soundrecordings“ – so der englische Fachbegriff für diese Spezies – bereits auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken kann und eine Vielfalt interpretatorischer Ansätze dokumentiert, erstaunt die innerhalb  der deutschsprachigen Musikwissenschaft immer noch relativ geringe Auseinandersetzung mit diesen aussagekräftigen Zeugnissen der unmittelbaren Vergangenheit. Impulse britischer Kollegen aufgreifend,  veranstaltet die Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft daher ihre Jahrestagung 2010 in  Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum zum Thema „Soundrecording. Musikalische Interpretationen im  Vergleich“. Sie wird am 15.–17. Oktober 2010 in Salzburg stattfinden. Als keynote speaker konnte Daniel Leech-Wilkinson* gewonnen werden.

Die Thematik der Tagung lädt bewusst zu Referaten aus allen Bereichen der Musikwissenschaft ein. Aspekte der Aufführungspraxis, Rezeptions- und Interpretationsgeschichte anhand bestimmter Werke, Komponisten oder Genres können und sollen ebenso zur Sprache kommen wie Methoden und Ergebnisse vergleichender  Schallforschung und ethnomusikologischer Recherchen. Auch Beiträge über technologische Fortschritte und soziologisch relevante Fragestellungen sind willkommen, sofern sie anhand von Beispielen präsentiert werden.

Das gastgebende Institut für Musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte an der Universität Mozarteum wurde 2006 gegründet; ihm gehören Joachim Brügge, Wolfgang Gratzer und Thomas Hochradner (dz. Institutsleiter) an. Die Forschungsanliegen des Instituts werden durch die Veranstaltung von Symposien (deren Ergebnisse in Bänden der Institutsreihe klang–reden veröffentlicht werden), durch weitere Publikationen und die Lehrtätigkeit der Institutsmitglieder getragen.**

Vorschläge für Referate (30 min., 15 min. Diskussion) sind zusammen mit einem Abstract (max. 250 Worte) bis zum 28. Mai 2010 ausschließlich über E-Mail an Dr. Thomas Hochradner ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) zu richten. Eine Benachrichtigung über Zusagen wird Ende Juni d.J. erfolgen.

Thomas Hochradner Andrea Lindmayr-Brandl
(Institutsleiter) (Präsidentin)






* Vgl. dazu www.kcl.ac.uk/schools/humanities/depts/music/staff/leechwilkinson.html, sowie seinejüngste
online-Publikation The Changing Sound of Music: Approaches to Studying Recorded Musical Performance,
London 2009 (http://www.charm.kcl.ac.uk/studies/chapters/intro.html). Zu aktuellen Projekten siehe
http://www.charm.kcl.ac.uk/about/about.html, bzw. http://www.cmpcp.ac.uk/.
** Für nähere Informationen siehe http://www.klangreden.at/imri.php.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Mai 2010 um 13:16 Uhr
 
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