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Fachgruppe Systematische Musikwissenschaft |
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Mitte oben: Das Tonbandgerät "Nagra IV-S" – ein Klang-Aufnahmegerät, das oft während Feldforschungen eingesetzt wurde
Mitte unten: Klangdokumente im Archiv
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Jan Vermeer, Die Musikstunde | Royal Collection (London) Show image information
D-Mbs Mus.ms. C, fo. 2v und 3r | http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00015144-2 Show image information

Kommission für Auslandsstudien | Foto: Sabine Meine

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Fachgruppe Musikethnologie und vergleichende Musikwissenschaft | Links: Karnatische Musik mit Lalitha und Nandini Muthuswamy Mitte oben: Das Tonbandgerät "Nagra IV-S" – ein Klang-Aufnahmegerät, das oft während Feldforschungen eingesetzt wurde Mitte unten: Klangdokumente im Archiv Rechts: Die Musikstudentin Chiu Ju Liao beim Stimmen einer Yueqin

Jan Vermeer, Die Musikstunde | Royal Collection (London)

D-Mbs Mus.ms. C, fo. 2v und 3r | http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00015144-2

Ancient Narratives and Histories in C. W. Gluck’s Operas

Mainz, 10.-15.09.2018

Von Mikhail Kuchersky, Essen/Wien – 04.07.2019 | Die III. Interdisciplinary Summer School of Musicology and Ancient Studies Mainz wurde von der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet, in Kooperation mit der Christoph Willibald Gluck-Gesamtausgabe, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Unter der Leitung von Stefanie Acquavella-Rauch verfolgte die Summer School einen interdisziplinären Ansatz, um sich der Beschäftigung mit Sujets und Narrativen in Christoph Willibald Glucks Opern aus einem erweiterten Blickwinkel und mit neuen Methoden nähern zu können. Dementsprechend richtete sich die Ausschreibung an Musikwissenschaftler*innen und Altertumswissenschaftler*innen im fortgeschrittenen Stadium ihrer Ausbildung oder in der Promotionsphase, die durch ihre Teilnahme auch ECTS-Punkte erwerben konnten. Ferner wurden die Dozent*innen ebenfalls nach interdisziplinären Gesichtspunkten angesprochen: Neben zwei Musikwissenschaftler*innen (Acquavella-Rauch, Stephan Summers) konnten Annemarie Ambühl (Klassische Philologie), Klaus Junker (Klassische Archäologie), Doris Prechel (Altorientalische Philologie) und Bastian Reitze (Klassische Philologie) als Lehrende gewonnen werden.

Eröffnet wurde die in englischer Sprache abgehaltene Summer School von Acquavella-Rauch mit einem Vortrag zum Lebensweg Glucks und seinen Opern, mit Einblicken in die Dramentheorie, darunter die Schrift Francesco Algarottis „Saggio sopra l’opera in musica“. Zu Beginn des darauffolgenden Tages stand zunächst die Librettologie im Mittelpunkt, wobei auch Grundlagenwissen zu italienischer Metrik vermittelt wurde. Nach einem Seminar „Tales of Intrigues at Hellenistic Courts“ von Ambühl referierte Summers über Medienwandel. Der Fokus am Mittwoch richtete sich auf die Bühnentechnik im 18. Jahrhundert. Begleitet wurde das Programm von einer Exkursion zum Schlosstheater in Schwetzingen.

Die Untersuchung ausgewählter Kompositionen anhand von Opernportraits bildete sodann einen weiteren Grundpfeiler des Kurses. Auf einen Vortrag Prechels über die Vorlage von La Semiramide riconosciuta folgte eine Präsentation Acquavella-Rauchs über den historischen Kontext, Wahl des Sujets und Besetzung in Hinblick auf diese Oper. Im Anschluss nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Führung in der Mainzer Altstadt und im Gutenberg Museum teil.

Am Freitag lag zunächst das Augenmerk auf Orfeo ed Euridice. Nachdem Junker über „Orpheus and Eurydike. Archaeology of a Greek Myth“ referiert hatte, behandelte Acquavella-Rauch Glucks im Jahre 1762 aufgeführte gleichnamige Oper. Das dritte und letzte Opernportrait widmete sich Iphigénie en Tauride mit Reitzes Vortrag „Iphigenia – daughter, victim, priest and goddess“ und einer entsprechenden Einheit zu Glucks Oper. Den Abschluss des Tages bildete der gemeinsame Besuch des im Schlosstheater von Böhmisch Krumau gedrehten und mit Sängern wie Bejun Mehta, Eva Liebau und Regula Mühlemann besetzten Opernfilms Orfeo ed Euridice.

Am letzten Tag fanden die abschließende Diskussion und die Besprechung der Ergebnisse des Kurses statt. Insgesamt bot so die Summer School eine exzellente Gelegenheit, sich intensiv mit antiken Stoffen, Librettologie, Bühnentechnik im 18. Jahrhundert und Rezeption antiker Sujets im Opernschaffen Glucks auseinanderzusetzen.