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Kommission für Auslandsstudien |
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Fachgruppe Systematische Musikwissenschaft |
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Kommission für Auslandsstudien | Foto: Sabine Meine

Fachgruppe Deutsch-Ibero-Amerikanische Musikbeziehungen

Fachgruppe Systematische Musikwissenschaft | Foto: Kröninger, ERC-Projekt SloMo, UHH

Fachgruppe Freie Forschungsinstitute

Fachgruppe Musikwissenschaft im interdisziplinären Kontext | Philips Pavillon von Le Corbusier

Fachgruppe Nachwuchsperspektiven | Grafik: Sonja Kieser

Fachgruppe Digitale Musikwissenschaft | Foto: Andreas Münzmay

Fachgruppe Instrumentenkunde

Fachgruppe Musikethnologie und vergleichende Musikwissenschaft | Links: Karnatische Musik mit Lalitha und Nandini Muthuswamy Mitte oben: Das Tonbandgerät "Nagra IV-S" – ein Klang-Aufnahmegerät, das oft während Feldforschungen eingesetzt wurde Mitte unten: Klangdokumente im Archiv Rechts: Die Musikstudentin Chiu Ju Liao beim Stimmen einer Yueqin

Jan Vermeer, Die Musikstunde | Royal Collection (London)

D-Mbs Mus.ms. C, fo. 2v und 3r | http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00015144-2

Tagungsberichte

(Das komplette Archiv der seit 2011 online publizierten Tagungsberichte ist über die Webseitenarchivierung durch die  Bayerische Staatsbibliothek zugänglich.)

 

Beethoven and the Piano: Philology, Context and Performance Practice

Lugano, 4.-7.11.2020

Von Claudio Bacciagaluppi, Bern – 02.03.2021 | Gegen Ende des Beethoven-Jubiläumsjahres befasste sich die Tagung zur Aufführungspraxis und Philologie der Klavierwerke Beethovens mit einem Kernbereich seines Schaffens. Die inhaltliche Konzentration hatte die angenehme Folge, dass lebendige Diskussionen unter den Teilnehmenden stattfanden – was in einer vollständig online durchgeführten Veranstaltung nicht selbstverständlich ist. Ursprünglich hätte die internationale Tagung nämlich vom 4. bis zum 6. November 2020 am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano stattfinden sollen. Im Jahr der Pandemie waren die Organisator*innen jedoch schließlich gezwungen, sämtliche Präsentationen über Videokonferenz abzuhalten. Weiterlesen

Edvard Grieg und seine skandinavischen Kollegen in ihren Beziehungen zu Leipzig

Leipzig, 15.-17.10.2020

Von Anna Fortunova, Leipzig – 02.03.2021 | Edvard Grieg gehört zu den bekanntesten nicht-deutschen Komponisten, die in enger Verbindung mit Leipzig standen. Während beispielsweise Petr Čajkovskij nur einige Tage in der Musikstadt Leipzig weilte, war Griegs Verhältnis zu ihr über fünf Jahrzehnte hinweg durch große Vertrautheit, aber auch durch eine gewisse Ambivalenz gekennzeichnet, die in seinen negativen Kommentaren vor allem über das Konservatorium ihren Ausdruck fand. Dass ein skandinavischer Komponist in Leipzig in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts studierte, Werke publizierte und aufführte, stellte freilich keine Ausnahme dar. Das Konzept der Tagung bestand daher darin, Griegs biographische und künstlerische Bezüge zu Leipzig in einen breiteren geografischen (Skandinavien) und historischen (1840 bis 1914) Kontext zu stellen, das heißt mit anderen Künstlern wie Niels W. Gade, Johan Svendsen oder Christian Sinding zu vergleichen. Weiterlesen

Beethoven-Geflechte. Networks and Cultures of Memory

Wien, 19.-22.05.2020

Von Raphaela Beroun, Wien – 02.03.2021 | Das Symposium zum Beethoven-Jahr 2020 fand, wie alle Veranstaltungen in der Zeit der Covid-19-Pandemie, unter besonderen Umständen statt. Die Organisatorinnen Birgit Lodes (Universität Wien) und Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – mdw) stellten sich in Verbindung mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften der Herausforderung, die bereits vorbereitete Tagung auf eine virtuelle Plattform zu verlegen. Weiterlesen

Musique, Mémoires, Histoire dans des Sociétés Plurielles

Tours, 13.02.2020

Von Verena Liu, Greifswald – 02.03.2021 | Ein deutsch-französisches Symposium diskutierte am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tours die Bedeutung von Musik in der Erinnerungskultur und der Geschichtserzählung von zunehmend pluralen Gesellschaften wie der deutschen oder der französischen. Unter dem Aspekt der ‚postmigrantischen Gesellschaft‘ (Shermin Langhoff) beleuchteten die gesprochenen und musikalischen Vorträge, was musikalisch, kulturell und erinnerungsgeschichtlich durch oder nach Migration entsteht. Weiterlesen

Trayectorias: Musik zwischen Lateinamerika und Europa 1970–2000

Santiago de Chile, 14.-16.03.2019

Von Felipe Elgueta Frontier, Santiago de Chile, übersetzt von Vivienne Frey, Tübingen – 02.03.2021 | Die dritte internationale Konferenz des Forschungsnetzwerks „Trayectorias“ (www.trayectorias.org) fand an der Universidad Alberto Hurtado in Kooperation mit der Academia Chilena de Bellas Artes statt. Nachdem sich die bisherigen Konferenzen auf die Zirkulation von Musik und die Interaktion von Musiker*innen zwischen 1945 und 1970 fokussiert hatten, ging es jetzt um die darauffolgende Zeitspanne bis zum Jahr 2000. In den Vorträgen wurde dieser Austausch zwischen Lateinamerika und Europa unter historischen, politischen, biografischen und auch ökonomischen Aspekten erörtert. Weiterlesen

Was ist Musikphilosophie?

Leipzig, 23.-24.11.2019­

Von Kira Henkel, Gießen – 03.07.2020 | „Braucht die Musikphilosophie die Musikwissenschaft? Und: Braucht die Musikwissenschaft die Musikphilosophie?“ Mit diesen Fragestellungen eröffnete Wolfgang Fuhrmann in seinem Beitrag das musikphilosophische Symposium an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig. Weiterlesen

Eastern European Emigrants and the Internationalisation of 20th-Century Music Concepts

Leipzig, 29.-31.01.2020

Von Rachel Hercygier und Anna Fortunova, Leipzig – 17.04.2020 | Das 20. Jahrhundert ist von globalen kulturellen Transferprozessen geprägt. Aus- und einwandernde Künstler brachten ästhetische Konzepte, Modelle und Techniken über die Landesgrenzen hinaus. Weiterlesen

Musik im Blick. Auditive und visuelle Kulturen. Methoden der Annäherung

Paderborn, 26.09.2019

Von Stephanie Schroedter, Heidelberg – 17.04.2020 | Es erstaunt, dass von den Bildwissenschaften bzw. Visual Studies – soweit sie sich auch bildlicher Darstellungen von Musik annehmen – bislang kaum zur Kenntnis genommen wurde, dass die Musikwissenschaft bereits auf zahlreiche Aktivitäten zur Erschließung musikrelevanter Bildquellen zurückblicken kann. Weiterlesen

„Deborah“, Händels Oratorium von einer starken Frau im Alten Testament

Halle, 17.-19.09.2019

Von Jörg Holzmann, Leipzig/Halle – 17.04.2020 | Bereits zum siebenten Mal veranstaltete die Stiftung Händel-Haus in Halle (Saale) für fortgeschrittene Studierende der Musikwissenschaft und verwandter Disziplinen einen Studienkurs. Der Fokus lag dieses Mal, gemäß dem Motto der Händel-Festspiele 2019 „Empfindsam, heroisch, erhaben – Händels Frauen“, auf der Gestalt der Deborah und Händels gleichnamigem Oratorium. Weiterlesen

Ka-Ching! Der Klang des Geldes – Ökonomische, soziale und ästhetische Aspekte von Geld und Musik

Kiel, 7.-10.11.2019 

Von Paul McCall-Labelle, Hamburg, und Celina Rausch, Kiel – 01.04.2020 | Das diesjährige, mittlerweile 32. Symposium des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaft (DVSM) tagte zum ersten Mal in Kiel. Das interdisziplinäre, breit angelegte Thema wurde von Studierenden mehrerer Länder und aus unterschiedlichen Disziplinen und Studienphasen lebhaft diskutiert und ermöglichte eine große Vielfalt an Beiträgen – von Corelli bis Kanye West; von Auroville bis Kolumbien; vom Catch bis zum Vaporwave. Weiterlesen

Musikerinnen in der Region – Handlungsräume und ihre Akteurinnen in der Steiermark

Graz, 28.-29.10.2019

Von Christa Brüstle und Matthias Mikula, Graz – 01.04.2020 | Die international besetzte Konferenz wurde vom Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz organisiert und vom Land Steiermark und von der Mariann Steegmann Stiftung gefördert. Sie widmete sich Fragestellungen der regionalen Identität und der kulturellen Handlungsspielräume von Musikerinnen und Musiklehrenden in Graz und in der Steiermark, aber auch in der Schweiz, in Kroatien und East Anglia. Ziel war es, Diskurse der regionalen Identität, die Geschichte von privaten und öffentlichen Handlungsspielräumen für Frauen im Musikbereich sowie die Bedeutung und das Wirken einzelner Musikerinnen und Musiklehrenden darzustellen und zu diskutieren. Weiterlesen

Objektive Berichte? – Leopold Mozarts Aufzeichnungen über südwestdeutsche Hofkapellen

Schwetzingen, 28.09.2019

Von Yevgine Dilanyan, Schwetzingen – 01.04.2020 | Anlässlich des 300. Geburtstags von Leopold Mozart veranstaltete die Forschungsstelle „Geschichte der südwestdeutschen Hofmusik im 18. Jahrhundert“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Silke Leopold eine Tagung, bei der Leopold Mozarts Aufzeichnungen (Briefpassagen und Reisenotizen) über die südwestdeutschen Hofkapellen kritisch hinterfragt wurden. Weiterlesen

Competitions in 19th-Century Music Culture / Wettbewerbe in der Musikkultur des 19. Jahrhunderts

Köln, 28.-29.06.2019

Von Christina Lena Monschau, Köln – 01.04.2020 | Musikbezogene Wettbewerbe sind nicht nur ein Phänomen unserer Zeit, sondern fanden bereits im 19. Jahrhundert weite Verbreitung. Diese in der Forschung bisher unterbelichtete Tatsache war der Ausgangspunkt einer internationalen und interdisziplinären Tagung an der Universität zu Köln. Weiterlesen 

Muzykal’naja kompozicija i novye metody gumanitarych issledovanij / Music Composition and New Methods of Humanitarian Researches

Moskau, 07.-09.10.2019

Von Sergej Nikiforov, Moskau, und Gesine Schröder, Leipzig/Wien – 24.11.2019 | Die Konferenz über neue Methoden der geisteswissenschaftlichen Forschung wurde anlässlich der Feier des 70. Geburtstags von Aleksandr Sokolov ausgerichtet. Weiterlesen

Ein Tag für Udo Zimmermann und Lothar Voigtländer

Dresden, 14.06.2019

Von Vitus Froesch, Dresden – 24.11.2019 | Selten finden Symposien statt, die sich gleichzeitig und gleichwertig zweier Komponisten annehmen – so geschehen am „Tag für Udo Zimmermann und Lothar Voigtländer“ in der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Prof. Dr. Matthias Herrmann, der am dortigen Institut für Musikwissenschaft lehrt, richtete diesen ereignisreichen Tag mit zahlreichen Vorträgen und musikalischen Darbietungen rund um beide Komponisten aus. Weiterlesen

Friedrich Karl Joseph von Erthal und das Mainzer Musikleben im späten 18. Jahrhundert

Mainz, 14.09.2019

Von Philipp G. H. Schmidt, Mainz – 24.11.2019 | Anlässlich des 300. Geburtstags des vorletzten Mainzer Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal veranstalteten die Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte eine Tagung im Erthaler Hof in Mainz. Wie Klaus Pietschmann (Mainz) in seinem Eröffnungsvortrag zeigte, fallen in Erthals Regierungszeit (1774–1802) nicht nur zahlreiche Reformen; mit der Gründung des Nationaltheaters und mit Akteuren wie Vincenzo Righini oder Franz Xaver Sterkel handelte es sich zudem um eine besonders erfolgreiche Periode der Mainzer Musikkultur. Weiterlesen

Musik vor 1600

Florenz, 26.06.2019

Von Marie Julius, Roman Lüttin, Lisa Schön und Wiebke Staasmeyer, Mainz und Weimar – 24.11.2019 | Das gemeinsame Forschungskolloquium der musikwissenschaftlichen Institute der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ermöglicht es Nachwuchswissenschaftler*innen einmal pro Semester, großformatige Vorträge in einem internationalen Setting zu halten. Weiterlesen

„Die Herrlichste von Allen“. Clara Schumann zum 200. Geburtstag

Zwickau/Dresden/Leipzig, 09.-12.05.2019

Von Isabell Tentler, Zwickau – 24.11.2019 | In früheren Jahren war die Quellenerschließung zu Clara Schumann trotz reicher Überlieferung sehr lückenhaft, was zur Folge hatte, dass oft nur spekulativ und interpretierend rekonstruiert werden konnte. Diese Situation hat sich in den letzten Jahren grundlegend gebessert: Schumanns Briefwechsel mit Freunden, Künstlerkollegen und Familienangehörigen sind erschienen, die Jugendtagebücher und weitere private Aufzeichnungen sowie Zeitzeugnisse ihrer Schülerinnen ediert. Die Auswertung dieser Quellen ermöglicht nicht nur besser gesicherte Aussagen, sondern erfordert auch einen neuen und sachlicheren Blick auf Schumann. Weiterlesen

200 Jahre Hammerklaviersonate

Siegburg, 20.-22.09.2019

Von Philipp Haug, Siegburg – 28.10.2019 | Kurz vor dem großen Beethovenjahr 2020 blickte man in Siegburg – aus Anlass ihres 200. „Geburtstages“ – intensiv auf die 1819 erschienene „Hammerklaviersonate“ op. 106. Weiterlesen

Zwischen Alcina und Theodora. Frauengestalten in den Werken Händels und seiner Zeitgenossen / Between Alcina and Theodora: Female figures in the works of Handel and his contemporaries

Halle an der Saale, 03.-05.06.2019

Von Jörg Holzmann, Leipzig – 22.09.2019 | In 19 Referaten widmeten sich Forscherinnen und Forscher aus den USA, Großbritannien, Kroatien, Österreich und Deutschland Händels Frauengestalten in ihrer historischen Symptomatik und aktuellen Brisanz. Weiterlesen

Kunst und Forschung – Clara Wieck Schumann zum 200. Geburtstag

Freiburg, 10.-11.05.2019

Von Nadja Schmitz-Arenst, Freiburg – 22.09.2019 | Clara Wieck Schumann wirkte in vielen Feldern der Musik: Sie war Pianistin, Komponistin und gehörte zu den kulturellen Größen ihrer Zeit. Das zu ihrem 200. Geburtstag stattfindende Symposium stellte sich mit teilnehmenden Wissenschaftlern aus den Bereichen Musiktheorie, Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Philosophie sowie Musikern Fragen rund um das „Grosse Concert“, das Clara Wieck am 9. November 1835 im Leipziger Gewandhaus gab und reflektierte zudem ihr Wirken im Bereich Networking und als Frau in einer Zeit, in der fast nur Männer das Kulturleben prägten. Weiterlesen 

Works, Work Titles, Work Authorities: Perspectives on Introducing a Work Level in RISM

Mainz, 09.-11.05.2019

Von Chantal Köppl, Mainz – 22.09.2019 | Ein erstes „Ideen-Mapping“ wollte die internationale Tagung sein, zu der die Zentralredaktion des Répertoire International des Sources Musicales (RISM) gemeinsam mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eingeladen hatte. Die derzeit im Pilotprojekt erprobte Implementierung einer Werkebene in RISM gab den Anlass dazu, die Anforderungen an deren Einführung in der Community zur Diskussion zu stellen. MusikwissenschaftlerInnen, BibliothekarInnen sowie WissenschaftlerInnen aus Informationseinrichtungen, Forschungs- und Editionsprojekten aus Europa und Amerika folgten dem Aufruf der RISM Zentralredaktion und stellten an drei Tagen ihre Bedarfe bezüglich eines zu entwickelnden Werknormdatensatzes aus der entsprechenden Arbeitspraxis heraus vor. Weiterlesen 

Erschließen, Forschen, Vermitteln. Musikkulturelles Handeln von Frauen zwischen 1800 und 2000

Goslar, 04.-06.04.2019

von Jörg Holzmann, Leipzig – 22.09.2019 | Die internationale Tagung fand unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann und Dr. Nicole K. Strohmann (beide Hannover) in Wöltingerode statt, einem ehemaligen Benediktiner- und dann Zisterzienserinnenkloster. Nach der Begrüßung durch Rode-Breymann bot Nicole K. Strohmann einen Überblick über das von ihr geleitete interdisziplinäre Projekt zum Thema der Tagung und veranschaulichte, wie bei dieser die Projektziele mit drei korrelierenden Themenfeldern verknüpft werden sollten: mit der XML-TEI basierten Tiefenerschließung von historischem Quellenmaterial, der daran anschließenden wissenschaftlichen Auswertung und den Möglichkeiten, die sich bei Einbeziehung der Digital Humanities ergeben, wie etwa der Erstellung digitaler Editionen. Weiterlesen

International Council for Traditional Music: 26th Symposium and the Assembly of the Germany National Committee

Münster, 01.-02.02.2019

Von Dorit Klebe, Berlin – 22.09.2019 | The Symposium and the Assembly were held by invitation of Ralf Martin Jäger, Director of the DFG-Project „Corpus Musicae Ottomanicae“ (CMO) at the Universität Münster. The topic „Global – digital – medial: Musik in transkulturellen/traditionellen Räumen und Kontexten“ was build up widely and attracted a great circle of scholars and students. The symposium opened with welcoming remarks by the host Ralf Martin Jäger and the Chair Dorit Klebe. The keynote speaker Tiago de Oliveira Pinto dedicated his speech to „Musikalische Transkulturation: ein musikwissenschaftliches Konzept“. In his presentation Ralf Martin Jäger, Director of the CMO, demonstrated the project in regard to concept, content, objectives, distribution of research areas in its current phase. Weiterlesen

Italia e Germania. Musicologie allo specchio dalle origini al tempo di internet

Rom, 25.-26.01.2019

Von Giuseppina Crescenzo, Frankfurt am Main – 22.09.2019 | Der Kongress fand auf Initiative des Istituto Italiano di Studi Germanici (IISG) in Zusammenarbeit mit der Universität Roma Tre im Rahmen eines von Luca Aversano geleiteten Forschungsprojekts in der Villa Sciarra-Wurts auf dem Gianicolo statt. Aus interdisziplinärer Sicht standen die wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland zur Debatte, aus denen seit den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts die nationalen Musikwissenschaften erwachsen sind. Lehrende und Studierende italienischer und deutscher Universitäten, Musikhochschulen und weiterer Institute zeichneten zum einen geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklungen nach, die zur epistemologischen Verfasstheit der deutschen und italienischen Musikwissenschaft beigetragen haben. Zum anderen bewerteten sie die longue durèe einer entsprechenden, seit dem 18. Jahrhundert bis in unser digitales Zeitalter nachwirkenden Matrix im Kontext des akademischen Fächerkanons. Weiterlesen 

Maximilian I. (1459–1519) und Musik. Reale Präsenz vs. virtuelle Kommunikation (Kopie 1)

Hannover, 12.-14.06.2019

Von Margret Scharrer Bern/Saarbrücken – 23.07.2019 | Das diesjährige Troja-Kolloquium für Renaissancemusik widmete sich aus aktuellem Anlass seines 500jährigen Todesjahres Kaiser Maximilian I. Im Fokus der interdisziplinären und internationalen Tagung stand insbesondere das Zusammenspiel von Kommunikation und Musik, das von Referenten und Diskutanten aus Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Literatur- und Buchwissenschaft diskutiert wurde. Besonders wurde dabei auf Rudolph Schlögls Kommunikations-Ansatz rekurriert, den der Konstanzer Historiker in seiner Monographie Anwesende und Abwesende. Grundriss für eine Gesellschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit (Konstanz 2014) formuliert. Weiterlesen

Maximilian I. (1459–1519) und Musik. Reale Präsenz vs. virtuelle Kommunikation

Hannover, 12.-14.06.2019

Von Margret Scharrer Bern/Saarbrücken – 23.07.2019 | Das diesjährige Troja-Kolloquium für Renaissancemusik widmete sich aus aktuellem Anlass seines 500jährigen Todesjahres Kaiser Maximilian I. Im Fokus der interdisziplinären und internationalen Tagung stand insbesondere das Zusammenspiel von Kommunikation und Musik, das von Referenten und Diskutanten aus Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Literatur- und Buchwissenschaft diskutiert wurde. Besonders wurde dabei auf Rudolph Schlögls Kommunikations-Ansatz rekurriert, den der Konstanzer Historiker in seiner Monographie Anwesende und Abwesende. Grundriss für eine Gesellschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit (Konstanz 2014) formuliert. Weiterlesen

Tradycje śląskiej kultury muzycznej – Traditions of Silesian Musical Culture

Wrocław/Breslau, 20.-21.03.2019

Von Gesine Schröder, Leipzig/Wien – 04.07.2019 | Es geschieht selten, dass man im musikalischen Beiprogramm einer Konferenz einen internationalen Star zu hören bekommt. An der Musikakademie „Karol Lipiński” in Breslau trat Agata Zubel auf, Sängerin, Komponistin und Performerin, Absolventin und jetzt Lehrerin an der Akademie. Zuletzt hatte ich sie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins orchesterbegleitet eine Uraufführung von Hans-Joachim Hespos singen hören, und nun hier: Sie bestritt die gesamte zweite Hälfte des Konzerts, unter anderem mit einem eigenen Stück für Stimme und präpariertes Klavier, dessen Rattern und Tockern sie dem eigenen Gesang und Glucksen hinzugeschrieben hatte. Weiterlesen

Konservatoriumsausbildung von 1795 bis 1945

Bremen, 15.-17. 02.2019

Von Simon Kannenberg, Hamburg – 04.07.2019 | Das Sophie Drinker Institut „für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung“ in Bremen wandte sich, wie Institutsleiterin Freia Hoffmann in ihrer Einführung erläuterte, mit dem Tagungsthema einem neuen Forschungsbereich zu, der sich aus der vorangegangenen Arbeit am Instrumentalistinnenlexikon als dringendes Desiderat herausgestellt hatte. Seit 2016 arbeitet das Team an einem auf drei Bände angelegten Handbuch zur Konservatoriumsgeschichte, das 2021 fertiggestellt werden soll. Weiterlesen

A Counterpoint of Music and Text(s): Redefining musico-textual relationships in late medieval repertoires

Würzburg, 13.-14.12.2018

Von Anna Sanda, Wien – 04.07.2019 | Das Forschungsseminar – das von Mikhail Lopatin, einem Humboldt-Stipendiaten am Institut für Musikforschung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, veranstaltet wurde – widmete sich der französischen und der italienischen Musik des 13. und 14. Jahrhunderts inklusive des weitverbreiteten Motettenrepertoires mit dem Fokus auf dem Verhältnis von Musik und Text. Weiterlesen

Ancient Narratives and Histories in C. W. Gluck’s Operas

Mainz, 10.-15.09.2018

Von Mikhail Kuchersky, Essen/Wien – 04.07.2019 | Die III. Interdisciplinary Summer School of Musicology and Ancient Studies Mainz wurde von der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet, in Kooperation mit der Christoph Willibald Gluck-Gesamtausgabe, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Weiterlesen

Musik und Raumwahrnehmung

Freiburg, 20.-21.06.2018

Von Ulrike Brinkmann und Nadja Schmitz-Arenst, Freiburg – 04.07.2019 | Der Workshop ging auf die Initiative des Teilprojekts „Muße und musikalische Immersionserlebnisse“ (Leitung: Dr. Anne Holzmüller) des DFG-Sonderforschungsbereichs 1015 „Muße“ zurück. Er fand am Musikwissenschaftlichen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Verbindung mit der Musikhochschule Freiburg statt, gefördert durch das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Im Mittelpunkt standen Fragen nach den verschiedenen Wahrnehmungsebenen, auf denen die Kategorie des Raumes beim Hören und Erleben von Musik eine Rolle spielt, sowie das Problem, wie sich die Formen musikalischer Raumwahrnehmung methodisch erschließen lassen. Weiterlesen

Kontakt und Transfer in der Musikkultur des 5.-12. Jahrhunderts n.Chr. zwischen Byzanz und dem lateinischen Westen

Wirkung und Rezeption musikalischer Traditionen

Mainz, 6.-8.12.2018

Von Yehuda Epafroditus, Rodney Fuchs, Katrin Gessinger, Jonas Isufaj, Anna Lahusen und Johanna Thöne, Mainz – 10.04.2019 | Die Tagung fand in Kooperation der Abteilung Musikwissenschaft der JGU Mainz und des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz „Byzanz zwischen Orient und Okzident“ (verortet am Römisch-Germanischen Zentralmuseum) statt, der eine Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung bieten möchte. Weiterlesen

Čajkovskij-Analysen – neue Strategien, Methoden und Perspektiven

Tübingen, 07.-09.06.2018

Von Esther Kreitschik, Hamburg – 10.04.2019 | Im Mittelpunkt der anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Tschaikowsky-Gesellschaft e.V. veranstalteten internationale Tagung stand die musikalische Analyse der Werke des russischen Komponisten. An drei Tagen präsentierten die Teilnehmer neue Perspektiven, Erkenntnisse und Ansätze in der Auseinandersetzung mit Čajkovskijs musikalischem Schaffen. Inhaltlich widmete sich das Symposium dabei vier verschiedenen Schwerpunkten: Čajkovskijs Symphonik, seinen Opern, seiner Ballett- und Programmmusik sowie seinem Schaffen unter biographischen Aspekten. Weiterlesen

Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1667-1739) – Sänger, Tänzer, Komponist. Regentschaft und künstlerische Ambition im 18. Jahrhundert

Kranichstein, 30.11-02.12.2018

von Silvia Uhlemann, Mainz – 19.03.2019 | Die Grundlagenforschung der Kulturwissenschaften besteht im Studium historischer Originalquellen in Archiven und Bibliotheken. In diesem Sinne war die Tagung zur aktiven künstlerischen, insbesondere musikalischen Betätigung von Landesfürsten und des Hofadels insgesamt im Zeitalter des Barock eine eindrucksvolle Präsentation lebendiger und ertragreicher Forschung. Dass diese gerade in der Musikwissenschaft, deren zentraler Forschungsgegenstand die ohne Erklingen nie vollständig aussagekräftige Notenschrift ist, noch zwingender als in anderen Disziplinen Bereicherung erfährt, ja erfahren muss durch interdisziplinäre Blicke beispielsweise in die Sozial- oder Kunstgeschichte, konnte man in dem differenziert zusammengesetzten Referentenkreis aus Musikwissenschaftlern, Historikern, Archivaren und ausübenden Künstlern intensiv erleben. Weiterlesen

Opera as Institution: Networks and Professions (1700-1914)

Graz, 23.-24.11.2018

Von Sara Kebe, Graz – 19.03.2019 | Die internationale Konferenz, die vom Institut für Musikwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg veranstaltet wurde, befasste sich sowohl mit dem Geschehen auf den Opernbühnen Europas als auch hinter den Kulissen im 18. und langen 19. Jahrhundert. Um neueste Ergebnisse aus der Forschung zu präsentieren und diskutieren, trafen sich Vortragende aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Schweden und Tschechien. Weiterlesen

Cererols: Noves perspectives

Barcelona, 14.-17.11.2018

Von Isolde Deleyto Rösner, Salzburg – 19.03.2019 | Anlässlich des 400. Geburtstages des katalanischen Barock-Komponisten Joan Cererols (1618-1680) veranstaltete die Societat Catalana de Musicologia einen dreitägigen Kongress. Nicht nur die Werke des Komponisten selbst waren Thema, sondern auch die Instrumentation und Aufführungspraxis im Katalonien seiner Zeit, der bisherige musikwissenschaftliche Forschungsstand, das soziale und gesellschaftliche Umfeld Cererols und einiges mehr. Weiterlesen

Ein Tag für Erwin Schulhoff – vor 100 Jahren in Dresden. „Überdada, Componist und Expressionist“

Dresden, 14.11.2018

Von Vitus Froesch, Dresden – 19.03.2019 | Vielgestaltig, abwechslungsreich und tiefgründig widmeten sich insgesamt neun Referentinnen und Referenten dem Komponisten und Pianisten Erwin Schulhoff (1894–1942). Veranstaltungsort war die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, deren Institut für Musikwissenschaft das Symposion ausrichtete. Anlass war die Tatsache, dass der aus Prag stammende Schulhoff vor einem Jahrhundert, von Januar 1919 bis Herbst 1920, in der Elbestadt lebte. Ernüchtert von den Erfahrungen während des Ersten Weltkrieges, hatte Schulhoff hier Anschluss an einen Kreis von Künstlern gefunden, die sich – wie er – einer innovativen, umstürzlerischen Ausrichtung verschrieben hatten. Weiterlesen

Beethoven und Rossini in ihrer Epoche

Bonn und Köln, 08.-10.11.2018

Von Jürgen May, Bonn – 19.03.2019 | Ludwig van Beethoven und Gioachino Rossini, zwei Komponisten, die das Musikleben ihrer Zeit auf jeweils eigene Weise geprägt haben, waren Gegenstand eines dreitägigen Symposiums, das das Beethoven-Haus Bonn und die Hochschule für Musik und Theater Köln anlässlich des 150. Todesjahres Rossinis in Bonn und Köln veranstalteten. Eine nationalistisch geprägte deutsche Musik-Historiographie – dies wurde in den einführenden Worten der jeweiligen wissenschaftlichen Leiter*innen der beiden Institutionen, Christine Siegert und Arnold Jacobshagen, deutlich –brachte Rossini und Beethoven gegeneinander in Stellung und stilisierte dabei das vermeintlich Charakteristische ihrer persönlichen Stile zu Kristallisationspunkten nationaler Identität. Weiterlesen

Richard Wagner und seine Nachfolger in der zentraleuropäischen Dirigiertradition

Bern, 02.-03.11.2018

Von Christoph Moor, Bern – 19.03.2019 | Richard Wagner veröffentlichte die Schrift Über das Dirigieren, die erste bedeutende Abhandlung über das Dirigieren und Interpretieren, 1869 in der Neuen Zeitschrift für Musik in Leipzig. Seine Ansätze, wie das klassische und frühromantische Orchesterrepertoire zu interpretieren sei, avancierten zum Maßstab für die nachfolgenden Generationen von Dirigierenden. Wie aus einer unsystematischen und politisch problematischen Schrift eine Dirigiertradition erwachsen konnte, die bis in unsere Gegenwart einflussreich blieb, war Gegenstand des Symposiums der Hochschule der Künste Bern in Kooperation mit der Royal Academy of Music. Weiterlesen

Music as Reference in Mobility Contexts: Operatic Pasticcios in 18th Century Europe

Mainz, 04.-06.10.2018

Von Maik Köster, Köln/Mainz – 19.03.2019 | Bei der von Gesa zur Nieden und Berthold Over an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz organisierten Veranstaltung handelte es sich um die erste Tagung des von DFG und NCN geförderten Forschungsprojekts Pasticcio. Ways of Arranging Attractive Operas der Universitäten Mainz und Warschau, das unter verschiedenen Blickwinkeln Arbeitsweisen, Musiktransfers, Ästhetiken und Praktiken in Opernpasticci untersucht und vier Partituren zu zwei Themenkomplexen ediert. Weiterlesen

Bach bearbeitet: vor Bach – Bach und seine Zeit – nach Bach

Tübingen, 01.-03.10.2018

Von Elke Steinhauser und David Waldbaur, Tübingen – 19.03.2019 | Anlässlich des 93. Bachfestes der Neuen Bachgesellschaft in Tübingen fand am Musikwissenschaftlichen Institut der Eberhard Karls Universität ein internationales Symposium statt, das sich der Bearbeitungspraxis vor, während und nach Johann Sebastian Bachs Lebenszeit widmete. Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung (Leitung Bachfest) sowie Christina Richter-Ibáñez und Thomas Schipperges (Tübingen) als Tagungskoordinatoren begrüßten dazu Bachforscherinnen und Bachforscher aus dem In- und Ausland. Die Tagung wurde von der DFG gefördert. Weiterlesen

Neue Ansätze zur Skizzenforschung für die Musik des langen 19. Jahrhunderts

Greifswald, 20.-21.09.2018

Von Susanne Cox, Bonn – 19.03.2019 | Mit der Absicht, neue Diskussionen über die Ziele und Methoden der musikalischen Skizzenforschung anzuregen, hatten Stefanie Acquavella-Rauch und Birger Petersen eine Tagung zum 19. Jahrhundert am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald initiiert. Die Betrachtung der Skizzenforschung aus verschiedenen Perspektiven, etwa der Schriftbildlichkeit oder der digitalen Musikedition, sollte neue methodische Zugangsweisen eröffnen. Weiterlesen

„Man müsste nach Rom gehen“. Bernd Alois Zimmermann und Italien

Rom, 06.-08.06.2018

Von David Brößner, Heidelberg – 19.03.2019 | Der Kongress, in den auch zwei Konzerte und verschiedene Gesprächsformate integriert waren, wurde veranstaltet von der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Rom sowie der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, dem Studio MIRAGE der Universität Udine und der musikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Roma IIIa. Anlässlich des 100. Geburtstags von Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) standen erstmals umfassend und unter verschiedenen Perspektiven die Aufenthalte des Komponisten in Italien und hier vor allem seine Arbeitsaufenthalte in der Villa Massimo im Fokus, deren erster Kompositionsstipendiat Zimmermann in den 1950er Jahren war. So widmeten sich die verschiedenen Vorträge sowohl den institutionellen Rahmenbedingungen von Künstlermobilität im Europa der Nachkriegszeit – und hier insbesondere dem besonderen Arbeitsumfeld, das die Villa Massimo Zimmermann immer wieder zur Verfügung stellen konnte –, als auch den Auswirkungen des kulturellen Austauschs auf Zimmermanns Komponieren. Weiterlesen

Musikalische Migrationsbewegungen. Musik und Musiker aus der Fremde 1650–1750

Halle (Saale), 28.-29.05.2018

Von Jörg Holzmann, Leipzig – 19.03.2019 | Das Motto der Händel-Festspiele 2018 „Fremde Welten“ wurde in der Wissenschaftlichen Konferenz in zwei Richtungen entfaltet: In 14 Referaten widmeten sich Forscherinnen und Forscher aus den USA, Großbritannien, Kroatien, Griechenland und Deutschland zum einen der Frage, wie sich Musiker als innereuropäische Migranten in der Fremde orientierten, zum anderen der Manifestation außereuropäischer Fremderfahrungen in der heimatlichen Kunstproduktion. Weiterlesen

Religiöse Friedensmusik von der Antike bis zur Gegenwart

Münster, 28.-30.06.2018

Von Michael Werthmann, Münster – 03.01.2019 | Die Tagung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ reihte sich in eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen aus Anlass des 370-jährigen Jubiläums des Westfälischen Friedens ein. Bei dem dreitägigen Symposium wurden in chronologischer Reihenfolge verschiedene Aspekte religiös motivierter Musik zum Thema Frieden in den verschiedenen Epochen unter die Lupe genommen. Dabei widmeten sich die Vorträge mehrheitlich der europäischen Musikgeschichte, andere Kulturen und Religionen kamen aber ebenfalls zur Sprache. Weiterlesen

Lasting Impressions: Music and Material Cultures of Print in Early Modern Europe

Salzburg, 28.-30.06.2018

Von Andrea Lindmayr-Brandl, Salzburg – 03.01.2019 | Im Rahmen des Forschungsprojekts Music printing in German-speaking lands: From the 1470s to the mid-16th century fand an der Universität Salzburg eine internationale Fachtagung zum Thema Notendruck statt. Thematisch knüpfte die Veranstaltung, die von der Projektleiterin Andrea Lindmayr-Brandl und den Projektmitarbeitern Grantley McDonald und Moritz Kelber organisiert wurde, an die Konferenz GOOD IMPRESSIONS: The First Century of Music Printing and Publishing an, die im Jahr 2015 an gleicher Stelle stattfand. Neben Vorträgen zu Quellentypen, zur Medialität und Materialität von Musikdrucken, zu transnationalen Netzwerken sowie zu Repertoire- und Rezeptionsfragen stand auch ein Besuch in einer Salzburger Druckwerkstatt und ein Gesprächskonzert mit dem Vokalensemble Stimmwerck auf dem Programm der Tagung. Weiterlesen

Die ungeliebte Kunst? Musik und Reformation in Zürich

Zürich, 25.-26.05.2018

Von Esma Cerkovnik, Zürich – 03.01.2019 | Im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Zürcher Reformation, die zwischen Ende 2017 und Anfang 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen begangen werden, waren zwei Tage auch der Rolle der Musik gewidmet. Sie boten ein Symposium, ein Wandelkonzert sowie einen um vokale und instrumentale Interludien angereicherten Orgelspaziergang. Gastgeber waren das Musikwissenschaftliche Institut der Universität und das Forum Alte Musik Zürich. Weiterlesen

Aufführung und Edition

Frankfurt am Main, 14.-17.02.2018

Von Lena Nieper, Frankfurt am Main – 03.01.2019 | Wie verändert sich die editorische Praxis, wenn man den Gegenstand aus der Perspektive ihrer Aufführung betrachtet? Die 17. Internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft Germanistische Edition brachte Vertreterinnen und Vertreter der Literatur, Musik- und Theaterwissenschaften sowie der Informatik zusammen, um dieser Frage nachzugehen. Weiterlesen

Gaspare Spontini und die Oper in Berlin: Zwischen Integration und Isolation

Erfurt, 01.-02.06.2018

Von Jasmin Seib, Mainz – 31.08.2018 | Die Tagung fand anlässlich der Premiere von Gaspare Spontinis Oper Agnes von Hohenstaufen am Theater Erfurt in Kooperation mit der Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Nach der Begrüßung durch den Intendanten Guy Montavon und Fabian Kolb (Mainz) eröffnete der Beitrag „Betrachtung des Berliner Opernlebens auf der Bühne und im Konzert (1810-1830)“ von Jasmin Seib (Mainz) das Symposion. Hier standen die vielen Faktoren, die die Spielplanstruktur der Berliner Bühnen beeinflussten, und Spontinis Rolle als Generalmusikdirektor im Vordergrund. Gleichzeitig gab Seib einen Überblick über das Berliner Repertoire, die Rolle von Opernstücken im Konzert sowie über Favoritopern und Favoritstücke. Weiterlesen

Französische Oper in Wien um 1800

Wien, 25.-26.05.2018

Von Konstantin Hirschmann, Wien – 31.08.2018 | Ein Dreigespann – der Forschungsschwerpunkt Interpretation der Hochschule der Künste Bern (Martin Skamletz) in Zusammenarbeit mit den musikwissenschaftlichen Instituten der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Klaus Pietschman) und der Universität Wien (Michele Calella) – widmete eine in der Österreichischen Gesellschaft für Musik veranstaltete Tagung der „Französischen Oper in Wien um 1800“. Diese gelangte in zwei Wellen von der Seine an die Donau – zunächst in den 1790er Jahren und dann nochmals am Anfang des 19. Jahrhunderts, in einer durch den Frieden von Lunéville (1801) und die erste französische Besatzung Wiens (1805/6) geprägten Periode, in welcher die Hoftheater und das neueröffnete Theater an der Wien mit Importen aus Frankreich um die Gunst des Publikums buhlten. Weiterlesen

Aufklärung! Musik und Geschlecht im 18. Jahrhundert

Hamburg, 24.-27.05.2018

Von Jonas Spieker, Detmold/Paderborn – 31.08.2018 | Unter dem Titel „Aufklärung! Musik und Geschlecht im 18. Jahrhundert“ veranstaltete die Fachgruppe Frauen- und Genderstudien der Gesellschaft für Musikforschung ein internationales Symposium am Institut für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg. Die Tagung widmete sich einem Themenfeld, das in der deutschsprachigen Genderforschung bisher weniger prominent vertreten ist. Aus diesem Grund bot das Programm ganz bewusst eine große inhaltliche Bandbreite – „Aufklärung!“ wollte sich somit auch als Aufforderung zur Vernetzung verstanden wissen, wie die Initiatorinnen der Tagung, Katharina Hottmann (Hamburg) und Cornelia Bartsch (Oldenburg), in ihrer Begrüßung betonten. Weiterlesen

(Re-)Constructing Renaissance Music – Perspectives from the Digital Humanities and Music Theory (troja 2018)

Mainz, 26.-30.04.2018

Von Simone Studinger, Mainz – 31.08.2018 | Mit der Frage, welche neuen Möglichkeiten und Erkenntnisse sich mit Hilfe computergestützter Forschung erzielen lassen, befasste sich in Bezug auf die Renaissance-Musik die diesjährige troja-Tagung (http://www.troja-online.eu), die ausnahmsweise zweiteilig vom Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität und der Mainzer Hochschule für Musik in Kooperation mit dem Max-Plank-Institut für empirische Ästhetik durchgeführt wurde. Weiterlesen

26th Annual Conference of the Society for Seventeenth-Century Music

Boulder (Colorado), 19.-22.04.2018

Von Nastasia Sophie Tietze, Weimar/Jena – 31.08.2018 | Für den 26. Kongress der Society lud Robert Shay vom College of Music der University of Colorado nach Boulder ein. Einen Schwerpunkt bildeten je zwei Panels zu den Themen „English Anxieties“, „Spectacles of the Other“ und „Cosmopolitan Courts“, wobei sich das Programm durch einen hohen Anteil an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern auszeichnete. Weiterlesen 

Bernd Alois Zimmermann 100 Jahre – Komponieren im Schnittpunkt der Medien

Köln, 05.-07.04.2018

Von Andreas Dorfner, Detmold – 31.08.2018 | Anlässlich des einhundertsten Geburtstags des Komponisten Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) veranstaltete die Bernd-Alois-Zimmermann-Gesellschaft in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln ein Symposium. Die Konzeption lag in den Händen von Rainer Nonnemann (HfMT Köln) und Ralph Paland (BAZG). Weiterlesen

„Beethovens Vermächtnis“. Mit Beethoven im Exil

Bonn, 01.-03.03.2018

Von Christina Richter-Ibáñez, Tübingen – 31.08.2018 | Das Bonner Beethoven-Haus arbeitet seit einiger Zeit seine eigene Geschichte auf. Große Beachtung fand 2017 eine Ausstellung mit Begleitband zu den Geschehnissen im Nationalsozialismus. Nun war das Haus Gastgeber einer internationalen Tagung, die das Beethoven-Bild derjenigen in den Blick nahm, die aus dem Musikleben und der Musikwissenschaft ausgeschlossen, vertrieben und verfolgt wurden. Titelgebend für die Tagung wurde eine Studie von Paul Bekker, die dieser 1934 im Pariser Exil verfasste und die von Anna Langenbruch in den Exilantenakten der französischen Polizei zwischen Unterlagen der Exilzeitschrift Die Zukunft aufgefunden wurde. Bekkers annotiertes Typoskript Beethovens Vermächtnis sollte offenbar, wie Langenbruch darstellte, bei Editions Phenix erscheinen, blieb jedoch unpubliziert. Weiterlesen

450 Jahre Staatskapelle Berlin. III. Symposium: Auf dem Weg zum großen Opern- und Sinfonieorchester. Die Königlich Preußische Hofkapelle von 1811 bis 1918

Berlin, 26.-28.01.2018

Von Friederike Janott, Hamburg – 31.08.2018 | Anlässlich des im Jahr 2020 anstehenden 450-jährigen Jubiläums eines der ältesten Orchester der Welt veranstaltete die Staatsoper Berlin, die mit dieser Spielzeit auch wieder im altehrwürdigen Opernhaus Unter den Linden ansässig ist, das bereits dritte Symposium in einer Reihe, die sich der Entwicklung der Staatskapelle Berlin von ihren Anfängen bis in die Gegenwart widmet. Weiterlesen

21. Colloquio del „Saggiatore musicale“ / 21. Tagung des „Saggiatore musicale“

Bologna, 17.-19.11.2017

Von Giuseppina Crescenzo, Weimar – 31.08.2018 | In der Reihe der „Colloqui di Musicologia“, die der Verein „Il Saggiatore musicale“ alljährlich ausrichtet, fand in Bologna das mittlerweile 21. Kolloquium statt. Das Programm bestand nach einem äußerst anregenden Eröffnungsvortrag von Paolo Fabbri (Ferrara) zur musikalischen Biographik aus zwei Round Tables und dreißig freien Referaten. Das erste Panel mit Claudio Bacciagaluppi, John Butt, Franco Buzzi, Wolfgang Hochstein und Alberto Rizzuti, moderiert von Raffaele Mellace (Genua), fokussierte die Reformation im Kontext der europäischen Musik seit 1517, während sich das zweite mit Musiktheater und Neoklassizismus befasste. Weiterlesen

Rund um Beethoven. Interpretationsforschung heute

Bern, 13.-16.09.2017

Von Valeria Lucentini, Bern – 31.08.2018 | Der Begriff der Interpretation ist eine charakteristische Kategorie unserer Zeit, mit der wir Musik aus allen Epochen ästhetisch und hermeneutisch verbinden. Hermann Danuser unterscheidet drei Modi der musikalischen Interpretation, nämlich den historisch-rekonstruktiven, den traditionellen und den aktualisierenden. Alle drei Modi und weitere Aspekte der heutigen Interpretationsforschung rund um das Werk Beethovens standen im Fokus des viertägigen interdisziplinären Symposiums an der Hochschule der Künste Bern (HKB), das auf drei exemplarisch für diese Modi stehenden aktuellen SNF-Projekten basierte Weiterlesen

Die bulgarische Musikwissenschaft – Retrospektiven und Perspektiven (70 Jahre Musikwissenschaft in der BAN)

Sofia, 09.-11.02.2018

Von Patrick Becker, Berlin – 17.08.2018 | Anlässlich der Feier ihres 70-jährigen Bestehens richteten die MusikwissenschaftlerInnen der Sektion „Musik“ des Instituts für Kunstwissenschaften (Institut za izsledvane na izkustvata) an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften (BAN) in Sofia eine wissenschaftliche Konferenz aus, an der mehr als 40 Vortragende aus Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Serbien, Ungarn und den Vereinigten Staaten teilnahmen. Weiterlesen

Musik und Bewegung. 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie

Hamburg, 17.09.2017

Von Nicola Bunte, Detmold – 17.08.2018 | Für die deutschsprachige Musikpsychologie ist das Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Hamburg geschichtsträchtig, wurde doch hier eine ganze Schule von Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftlern mit musikpsychologischem Erkenntnisinteresse geprägt. Zu dieser gehören auch Helga de la Motte-Haber, Klaus-Ernst Behne und Günter Kleinen, die gemeinsam im Jahr 1983 die Deutsche Gesellschaft für Musikpsychologie mit dem Ziel gründeten, der deutschsprachigen Musikpsychologie ein Forum zu bieten. So wundert es nicht, dass die 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) am Hamburger Institut mit Bezug zu dieser Geschichte eröffnet wurde. Die wie gewohnt dreitägige Konferenz widmete sich dem Thema „Musik und Bewegung“, zu dem der lokale Gastgeber und Organisator Clemens Wöllner seit seiner Berufung an das Institut für Systematische Musikwissenschaft mit großem Erfolg einen Forschungsschwerpunkt aufgebaut hat. Weiterlesen

Analiza dzieła muzycznego. Historia – theoria – praxis / Musical Analysis. Historia – Theoria – Praxis

Wrocław, 12.-13.12.2017

Von Gesine Schröder, Leipzig / Wien – 20.02.2018 | Der fünften Ausgabe der alle zwei Jahre an der Musikakademie „Karol Lipiński“ in Wrocław stattfindenden Konferenzserie zur musikalischen Analyse, organisiert von Anna Granat-Janki, der Inhaberin des dortigen Lehrstuhls für Musiktheorie und schlesische Musikkultur, waren ein Konzert und eine Ausstellung beigegeben. Anlässlich von Karol Szymanowskis 80. Todestag widmeten diese sich dessen Werk und Leben. Weiterlesen

Die Kantate: Quellen, Repertoire und Überlieferung im deutschen Südwesten 1700-1770

Stuttgart, 16.-18.11.2017

Von Jörg Holzmann und Frithjof Vollmer, Stuttgart – 20.02.2018 | Obwohl die Geschichte der lutherischen Kirchenmusik im 18. Jahrhundert maßgeblich von der Kantate geprägt wurde, konzentrierte sich die Erforschung dieser Gattung bislang auf den nord- und mitteldeutschen Raum – so Joachim Kremer (Stuttgart) über die Motivation für diese Tagung. Denn zahlreiche nachweisbare und überlieferte Quellen geben Anlass, auf die Entwicklung der Gattung in Südwestdeutschland zwischen 1700 und 1770 aufmerksam zu machen. Die Kooperation zwischen der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, der Universität Stuttgart (Abteilung Landesgeschichte) und dem Landeskirchlichen Archiv bot die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch, der sich in drei Themenkomplexen entfaltete, beginnend zunächst mit einer Einordnung der Kantate in den kirchen- und frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext. Weiterlesen

Stand und Perspektiven musikwissenschaftlicher Homosexualitätsforschung

Bremen, 15.-17.11.2017

Von Eva Rieger, Vaduz – 20.02.2018 | Das von Michael Zywietz organisierte Symposion des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaft an der Hochschule für Künste Bremen bot angesichts der bisherigen Vernachlässigung des Forschungsfelds in deutschen Landen eine erfreuliche Themenvielfalt. Nach einer Übersicht über den Stand der Forschung (Eva Rieger) wurde die Frage nach Theodor W. Adornos Einstellung gegenüber Homosexuellen geklärt (Bernd Feuchtner): Adorno konnte kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. Weiterlesen

Hamburger „Gottseligkeit“. Thomas Selle und die geistliche Musik im 17. Jahrhundert

Hamburg, 10.-11.11.2017

Von Friederike Janott, Hamburg – 20.02.2018 | Thomas Selle, der mit seinem Antritt der Kantoratsstelle am Hamburger Johanneum im Jahre 1641 nicht nur eine der attraktivsten Stellen dieser Zeit bekleidete – er übernahm damit zugleich die Verantwortung für die Figuralmusik an allen Hamburger Haupt- und Nebenkirchen –, sondern Zeit seines Lebens mit einer handschriftlichen Gesamtausgabe seiner Werke aktiv an seinem künstlerischen Nachleben arbeitete, ist heute nur noch wenigen bekannt. Weiterlesen

2017 International Forum on the Construction of Music Theory

Shanghai, 08.-11.11.2017

Von Gesine Schröder, Leipzig / Wien – 20.02.2018 | Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens richtete das von dem Riemann-Schüler Xiao Youmei mitbegründete Konservatorium Shanghai im November 2017 ein Forum aus, zu welchem 23 Rednerinnen und Redner – nicht aus der ganzen Welt, aber aus China, Deutschland, England, Frankreich, Österreich und den Vereinigten Staaten – geladen waren. Das Generalthema des Forums lautete „China and the World: The Thinking and Ideology of Music Theory and Graduate Education“. Die drei Unterthemen waren „Trend and development of culture and ideology-based music theory“, „New thinking, new methods, and new technologies of music theory research in the 20th century“ und „Graduate education and graduate programme development for music theory-related disciplines“. Weiterlesen

Georg Philipp Telemann: Enlightenment and Postmodern Perspectives

Philadelphia, 12.-14.10.2017

Von Wolfgang Hirschmann, Halle an der Saale – 19.12.2017 | Nach den Tagungen in den Telemannstädten Hamburg und Frankfurt am Main bildete die Konferenz am Boyer College of Music and Dance der Temple University (Philadelphia) einen besonderen Höhepunkt der wissenschaftlichen Veranstaltungen anlässlich des 250. Todestages des Komponisten. Sie war nicht nur die erste diesem Komponisten gewidmete Konferenz in den USA, sondern die erste Telemann-Tagung außerhalb Deutschlands überhaupt. Die Telemannforschung hat in den USA inzwischen einen solch prominenten Status erreicht, dass es nur eine Frage der Zeit war, dass die deutsche und die amerikanische Forschung sich zu einem gemeinsamen Veranstaltungs- und Diskussionsforum zusammenfinden würden. Weiterlesen

Philologisches Arbeiten von der Textgenese zur Rezeption

Bonn, 04.-07.09.2017

Von Lavinia Hantelmann, Mainz – 19.12.2017 | Das diesjährige Beethoven-Studienkolleg „Philologisches Arbeiten von der Textgenese zur Rezeption“ in Bonn war stark international geprägt. Dank der Förderung durch die Gesellschaft für Musikforschung konnten die Teilnehmer nicht nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch aus den USA anreisen.

Vier musikphilologisch intensive, lehrreiche und interessante Tage standen den angehenden Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftlern bevor, Tage, die mit der Textkonstitution von Beethovens Sonaten für Cello und Klavier und der Neunten Sinfonie begannen. Weiterlesen

Musik im Science-Fiction-Film

Hamburg, 20.-22.07.2017

Von Hans J. Wulff, Kiel – 19.12.2017 | Neue Welten, veränderte Realitäten, ungehörte Töne: Science-Fiction lädt den Zuschauer ein, sich auf das Andere einzulassen, das der menschlichen Zivilisation begegnen könnte. Das Andere, das in der Geschichte der Erde auf seine Erweckung wartet (wie Riesenaffen oder Echsen), das entsteht, wenn tiefe Kontrakte zwischen den Lebewesen der menschlichen Welt aufgekündigt werden (wenn sich etwa die Tiere gegen die Herrschaft der Menschen erheben) oder wenn – aus heiterem Himmel, aufgrund chemischer Experimente, vielleicht auch von Versuchen mit Radioaktivität – Krankheiten über die Menschheit kommen, gegen die es kein Gegenmittel gibt. Weiterlesen

Gaspar van Weerbeke: Works and Contexts

Salzburg, 29.06.-01.07.2017

Von Mirijam Beier, Alina Kirchner und Jan-Felix Wall, Salzburg – 19.12.2017 | Der franko-flämische Komponist Gaspar van Weerbeke (ca. 1470 – ca. 1517) stand im Zentrum einer internationalen Tagung, die im Rahmen des FWF Forschungsprojekts „The Gaspar van Weerbeke Edition“ unter der Leitung von Andrea Lindmayr-Brandl und den Mitarbeitern Paul Kolb sowie Agnese Pavanello (Schola Cantorum Basiliensis) veranstaltet wurde. Weiterlesen

Das musikalische Erbe der Reformation

Augsburg, 14.-16.06.2017

Von Ute Evers, Augsburg – 19.12.2017 | Die Tagung im Augsburger Zeughaus wurde organisiert von Franz Körndle (Universität Augsburg), Moritz Kelber (Universität Salzburg), Grantley McDonald (Universität Wien) und Alanna Ropchock (Shenandoah University), unterstützt von der Universität Augsburg, der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg und dem Verein „Klostermusik in Schwaben“. Weiterlesen

Authenticity versus Improvisation in the Philosophy of Music?

Bern, 19.-20.05.2017

Von Livio Marcaletti, Wien – 19.12.2017 | Die Tagung bot Gelegenheit für einen lebendigen Gedankenaustauch zwischen Philosophen und Musikwissenschaftlern über die Begriffe Authentizität und Improvisation. Die Musikphilosophie verwendet sie üblicherweise, um Aufführungen zu beschreiben und zu kategorisieren. Improvisation als Spontaneität und Freiheit der Aufführenden in verschiedenen Bereichen – vom Generalbass und Ornamenten der Barockmusik über Standard Jazz bis zur freien Improvisation – stellt ein philosophisches Problem dar, wenn man die Authentizität eines solchen Ereignisses bewerten will, da übliche Kategorien (Authentizität als Konformität mit der Intention des Komponisten, wie sie etwa Peter Kivy beschreibt) kaum verwendbar sind. Weiterlesen

Music and Humour in Film & TV

Kiel, 30.03.-01.04.2017

Von Hans J. Wulff, Kiel – 19.12.2017 | In Howard Hawks‘ Komödie Hatari (USA 1962) spielen drei kleine Elefanten eine gewichtige Rolle, die von einer jungen Frau zur Wasserstelle geführt werden, um dort zu baden. Für sie hat Henry Mancini eine eigene Musik geschrieben, die auf den trippelnden Gang der Tierkinder genau zu passen scheint – eine Stück, die zwischen Übermut, Bewegungslust und Spiel zu schweben scheint. Die Musik nimmt ein, erfasst den Hörer, auch wenn die Bilder fehlen. Nicht erst das mickey-mousing der Bild-Ton-Koordination verleiht ihr jene emotionale Qualität. Ist es eine „lustige Musik“, der das Humorvolle innewohnt? Weiterlesen

Die Familie Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert

Schwetzingen, 17.-18.06.2017

Von Hanna Knötzele, Heidelberg – 31.07.2017 | Anlässlich des 300. Geburtstags von Johann Stamitz veranstalteten die Forschungsstelle „Geschichte der südwestdeutschen Hofmusik“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und das Kurpfälzische Kammerorchester e.V. am 17. und 18. Juni 2017 ein Symposium mit anschließendem Festvortrag und Festkonzert. Die in Schwetzingen stattfindende Tagung unter der Leitung von Silke Leopold (Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Schwetzingen) und Panja Mücke (Fachgruppe Musikwissenschaft/ Musikpädagogik, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim) verstand sich als Impulsgeber und Forum für einen insbesondere an Nachwuchswissenschaftler gerichteten Diskurs über die Bedeutung von internationaler Mobilität im 18. Jahrhundert im Umfeld der „Mannheimer Schule“. Weiterlesen

Rossini 2017

Pesaro, 09.-11.06.2017

Von Richard Erkens, Rom – 31.07.2017 | Kein schneller Auftakt, sondern vielmehr ein großes „Vorspiel auf der Wissenschaftsbühne“ war der dreitägige internationale Kongress „Rossini 2017“ in Pesaro, der das kommende Gedenkjahr 2018 zum 150jährigen Todestag Gioachino Rossinis einläutete. Siebzehn Vorträge ausgewiesener Rossini-Spezialisten bzw. Opernforscher dieser Epoche und die durchgängig anregenden Diskussionsbeiträge der Anwesenden machten nicht nur die aktuelle Vielfalt der perspektivischen Annäherung an den kompositorischen Großmeister aus Pesaro deutlich, sondern zugleich auch die beeindruckende Erschließungstiefe wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit ihm, die über die letzten Jahrzehnte geleistet wurde, federführend mit und durch die Arbeit der Fondazione G. Rossini. Weiterlesen

Musica e pace. Nuove ricerche sull’Età moderna

Rom, 17.05.2017

Von Giuseppina Crescenzo, Weimar – 31.07.2017 | Politische Ereignisse, so auch Friedensschlüsse, finden ihr ganz besonderes kulturelles Echo, das wiederum auch in der Politik nicht ohne Einfluss bleibt. Diese Wechselwirkungen gilt es bewusst zu machen und zu analysieren. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Musik und die anderen Künste? Im Rahmen des interdisziplinären und internationalen Dreijahresprojekts der Leibniz-Gemeinschaft unter dem Titel „Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Weiterlesen

Leopold Spinner (1906-1980). Komponist in Wien und London

Wien, 11.-12.05.2017

Von Jürg Stenzl, Salzburg – 31.07.2017 | „Leopold Spinners Musik hat bisher nur wenig Beachtung gefunden. In Veranstaltungen, die der Wiener Schule oder ihrer direkten Nachfolge gewidmet waren, konnte man gelegentlich ein Stück von ihm zu hören oder auch, in Ausstellungen, zu sehen bekommen. Die Reaktion der ohnehin begrenzten Öffentlichkeit war meist wohlwollend und respektvoll, selten verständnislos, aber keines dieser Ereignisse hat eine mehr als lokale Wirkung gehabt und ein nennenswertes Interesse für Spinner hervorgerufen, weder bei Musikern noch bei Musikwissenschaftlern, nicht einmal bei denjenigen, deren spezielle Bemühungen der Wiener Schule und der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts gelten.“ Mit diesen Worten begann vor dreißig Jahren die bis heute einzige Buchveröffentlichung mit einem umfassenden Werkverzeichnis und Texten des Komponisten Leopold Spinner (1906-1980) von Regina Busch. Weiterlesen

Private Passion – Public Challenge. Musikinstrumente sammeln in Geschichte und Gegenwart

Nürnberg, 09.-11.05.2017

Von Sascha Wegner, Bern – 31.07.2017 | Musikinstrumenten kommt eine historische Sonderstellung zu, stellen sie doch neben Tonträgern und Noten die einzigen materiellen Objekte der an sich immateriellen Kunstform Musik dar. Der kulturgeschichtlichen Dimension des Sammelns von Musikinstrumenten widmete sich eine internationale Tagungdie von den Mitarbeitenden des DFG-Projekts „Musikinstrumente sammeln – das Beispiel Rück“ initiiert und durchgeführt wurde. Im Fokus standen einerseits das Instrument als Gegenstand des kulturellen Gedächtnisses, andererseits der internationale Vergleich von Privatsammlungen und ihren Museen. Weiterlesen

Trayectorias / Cultural Exchanges Music between Latin America and Europe 1945–1970

Berlin, 05.-07.04.2017

Von Franziska Streblow, Berlin – 26.07.2017 | Der betrachtete Zeitraum zwischen 1945 und 1970 fällt nicht nur mit der Ära des Kalten Krieges, sondern auch mit der Franco-Ära in Spanien und vielen Militärdiktaturen Lateinamerikas zusammen. Die dadurch ausgelösten Migrationsprozesse, die bereits im Spanischen Bürgerkrieg beginnen, führen einerseits nach Lateinamerika, aber auch von Lateinamerika zurück nach Europa. Musikalische Beziehungen infolge institutioneller Einflüsse, Musikfestivals, Konzertreisen, migrierte deutsche und spanische Musikwissenschaftler, Stereotypen von Musik aus und Avantgarde in Lateinamerika bildeten die Kernthemen. Rund dreißig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Ländern und drei Kontinenten diskutierten angeregt im Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin, das diese Konferenz gemeinsam mit der Universität der Künste Berlin und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft veranstaltete. Weiterlesen

Musiktheatralische Textualität: Opernbezogene Musikdrucke im deutschen Sprachraum des 18. Jahrhunderts.

Wien, 01.-03.02.2017

Von Meike Wilfing-Albrecht, Wien – 21.02.2017 | Worin besteht die Funktion eines Musikdruckes, welche Bedeutung kann er für die Reputation des Komponisten haben und welche Erkenntnisse liefern uns die Quellen? Diesen und weiteren Fragen zu den im deutschen Sprachraum gedruckten Opern, zu deren Rezeption und Verbreitung sowie zur Geschichte des deutschen Musikalienhandels widmete sich die von Andrea Horz organisierte Tagung am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. Weiterlesen

Ein Nachmittag mit Gluck: Sein Opernschaffen – Bezüge, Reaktionen, Perspektiven

Mainz, 21.01.2017

Von Lavinia Hantelmann, Mainz – 08.02.2017 | In Zusammenarbeit zwischen dem Staatstheater Mainz und der Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fand am 21. Januar 2017 im sogenannten „Glashaus“ des Staatstheaters ein Symposium zur Mainzer Neuproduktion von Christoph Willibald Glucks Armide statt. Der Nachmittag widmete sich Glucks Opern und deren Rezeption – neben musikwissenschaftlichen Vorträgen auch in Form eines Gespräches zur Inszenierung. Die Moderation des Nachmittags übernahm Gabriele Buschmeier (Gluck-Gesamtausgabe, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz). Weiterlesen

Oper und Militärmusik im „langen“ 19. Jahrhundert – Sujets, Beziehungen, Einflüsse

Landau in der Pfalz, 01.-02.12.2016

Von Lara Rosa Fischer, Mainz – 08.02.2017 | Um die Frage des Beziehungsgeflechts von Militärmusik und Oper ging es bei der Tagung „Oper und Militärmusik im „langen“ 19. Jahrhundert – Sujets, Beziehungen, Einflüsse“, die am 1. und 2. Dezember 2016 in Landau in der Pfalz vom Institut für Musikwissenschaft und Musik der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau) in Kooperation mit dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr und dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (Abteilung Musikwissenschaft) der Universität Mainz veranstaltet wurde. Weiterlesen

International Winterschool Digital Musicology – Digitalisierung in der Musikwissenschaft

Tübingen, 18.-19.11.2016

Von Anna Plaksin, Darmstadt – 18.01.2017 | Wie verändert sich das Fach Musikwissenschaft in seinen Methoden und Inhalten unter dem Einfluss der Digital Humanities und der Digitalisierung im Allgemeinen? Welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf Lern- und Lehrmethoden sowie berufliche Perspektiven? Im Rahmen der zweitägigen Winterschool „Digital Musicology“ (Organisation: Stefan Morent mit Thomas Schipperges und Matthias Lang/Universität Tübingen in Verbindung mit Rainer Bayreuther/Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg, finanziert im Rahmen der Exzellenz-Initiative der Universität Tübingen) wurden bewusst die generellen Fragen nach Ausrichtung und Umbrüchen des Fachs im Kontext des allgegenwärtigen Digitalen Wandels in den Blick genommen, zum einen in Form einer aktuellen Standortbestimmung, zum anderen in Hinblick darauf, wie eine zukünftige Ausrichtung diesem Spannungsfeld gerecht werden kann. Weiterlesen

„Als Schweizer bin ich neutral“. Schoecks Oper Das Schloss Dürande und ihr Umfeld

Brunnen (Schweiz), 09.-11.09.2016

Von Simeon Thompson, Bern – 18.01.2017 | Im Dachgeschoss des Hotels Eden in Brunnen bildete ein Jugendstilsaal den Rahmen für das Symposium „Als Schweizer bin ich neutral“. Schoecks Oper Das Schloss Dürande und ihr Umfeld. Dicht hinter dem Podium ragte ein großformatiges Plakat für das Othmar Schoeck-Festival, in dessen Rahmen das Symposium stattfand: Mit erhobenem Taktstock und ernster Miene stand er da, der ‚letzte Romantiker‘, seinerzeit der eminenteste Komponist der Schweiz. Das Plakat war jedoch so dicht hinter dem Podium aufgestellt, dass nicht wenige der Vortragenden im ganz buchstäblichen Sinne, wenn auch unabsichtlich, an diesem Bild rüttelten. Weiterlesen

La Ricerca musicale in Germania e in Italia – temi e tendenze attuali

Loveno di Menaggio, 04.-05.11.2016

Von Klaus Pietschmann, Mainz – 09.11.2016 | Auf Anregung der Villa Vigoni (deutsch-italienisches Zentrum für europäische Exzellenz) fand in deren Räumen in Loveno di Menaggio am Comer See am 4. und 5. November der von der DFG finanzierte Workshop „Musikforschung in Deutschland und in Italien: aktuelle Themen und Tendenzen“ statt. Er hatte das Ziel, den musikwissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern anzuregen und über die Förderprogramme der Villa Vigoni zu informieren (zu den entsprechenden Ausschreibungen vgl. www.villavigoni.it). In Kurzreferaten berichteten Fachvertreterinnen und Fachvertreter von italienischen und deutschen Universitäten und Musikhochschulen über aktuelle Forschungsvorhaben, die vor allem auch mit Hinblick auf mögliche Vertiefungen im Rahmen von Tagungen oder gemeinsamen Forschungsprojekten umfänglich diskutiert wurden. Weiterlesen

Studienkurs am Händel-Haus „Händels Opern der zweiten Royal Academy of Music“

Halle, 21.-23.09.2016

Von Friederike Janott, Berlin, Christopher Lukman, Tübingen und Nastasia S. Tietze, Weimar – 04.11.2016 | Lotario, Partenope oder Sosarme – Georg Friedrich Händels Opern der sogenannten „Second Academy“ (1729 bis 1734) gehören zu den weniger bekannten Werken des Komponisten. Gerade dies war für die Nachwuchs-WissenschaftlerInnen des diesjährigen Studienkurses der Stiftung Händel-Haus, der vom 21. bis 23. September 2016 in Halle stattfand, ein Reiz, sich in intensiven Workshops und anregenden Vorträgen mit „Händels Opern der zweiten Royal Academy of Music“ – so der Titel des Kurses – auseinanderzusetzen. Weiterlesen

Beethoven-Studienkolleg 2016 „Beethoven und Haydn: Schaffensprozesse und Überlieferung“

Bonn, 19.-22.09.2016

Von Sophia Gustorff, Zürich – 04.11.2016 | Ein Student hält die Kopie eines Skizzenblattes von Haydn in die Höhe: „Hier hat er angefangen, bei Nr. 23, und dann so weitergeschrieben.“ Sein Finger deutet den mutmaßlichen Schreibverlauf in einer Diagonale quer über das Blatt. „Könnte es denn nicht auch sein, dass er tatsächlich bei Nr. 1 begonnen hat?“, melden sich seine Mitstreiter zu Wort. Die jungen Forscher sind voll aktiviert und stehen dabei erst am Anfang eines viertägigen Streifzuges durch den Bereich der Musikphilologie, zu dem das Beethoven-Haus Bonn im Rahmen des Beethoven-Studienkollegs Studenten und Doktoranden seit 2007 regelmäßig einlädt. Das diesjährige Beethoven-Studienkolleg fand vom 19. bis 22. September in Kooperation mit dem Joseph-Haydn-Institut in Köln unter der Leitung von Christine Siegert und Armin Raab statt. Weiterlesen

Edvard Grieg, sein Umfeld, seine Nachfolge – Neue Forschungen

Leipzig, 14.-15.10.2016

Von Patrick Dinslage, Leipzig – 22.10.2016 | Das Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig hatte in Zusammenarbeit mit der Grieg-Begegnungsstätte Leipzig für den 14. und 15. Oktober 2016 zu einer Internationalen Musikwissenschaftlichen Konferenz zum Thema Edvard Grieg, sein Umfeld, seine Nachfolge – Neue Forschungen eingeladen. 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern waren der Einladung gefolgt und präsentierten im Hörsaal des Instituts ihre neuen Arbeitsergebnisse. Weiterlesen

Kunst und Alltag. Der Briefwechsel von Clara und Robert Schumann.

22. Wissenschaftliche Arbeitstagung zu Fragen der Schumann-Forschung

Zwickau, 02.-04.09.2016

Von Timo Evers, Düsseldorf – 17.10.2016 | Vom 2. bis 4. September 2016 fand die mittlerweile 22. Wissenschaftliche Arbeitstagung zu Fragen der Schumann-Forschung in Zwickau statt. Tagungsort war das Robert-Schumann-Haus, das als Institution zusammen mit der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau als Veranstalter fungierte. Geleitet wurde die Tagung von Michael Heinemann (Dresden) und Thomas Synofzik (Zwickau), die auch als Editionsleiter der 1996 ins Leben gerufenen ersten Wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Briefe von Clara und Robert Schumann firmieren. Konnte der erste Band dieser Ausgabe des mit über 20.000 Einzelbriefen enorm umfangreichen Quellenkorpus 2008 veröffentlicht werden, so liegen mittlerweile 22 Bände vor, denen noch ebenso viele weitere folgen sollen. Weiterlesen

Internationale Arbeitstagung: Gender Studies in der Musikwissenschaft. Entwicklungen, Positionen, Tendenzen

Graz, 24.-25.06.2016

Von Nadine Scharfetter, Graz – 17.10.2016 | Am 24. und 25. Juni 2016 fand an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz mit der internationalen Arbeitstagung „Gender Studies in der Musikwissenschaft. Entwicklungen, Positionen, Tendenzen“ eine Veranstaltung statt, deren Ziel es war, einen fachübergreifenden Austausch über gegenwärtige Tendenzen sowie zukünftige Entwicklungen von Gender Studies anzuregen. Durch insgesamt 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern (Norwegen, Slowenien, USA, Großbritannien, Niederlande, Schweiz, Deutschland und Österreich) und zahlreichen Disziplinen (Soziologie, Literaturwissenschaft, Naturwissenschaften, Ethnomusikologie, Musikpädagogik, Musiktheorie, Gender Studies, Kulturwissenschaft etc.) wurden in vier Sektionen unterschiedliche Positionen und Aspekte der Gender Studies ins Zentrum gestellt. Jede Sektion wurde durch einen musikwissenschaftlichen Vortrag und einen Vortrag außerhalb der Musikwissenschaft eingeleitet, welche im Anschluss in Round Tables diskutiert wurden. Weiterlesen

Gender, Lexikographie und Musikgeschichtsschreibung

Hamburg, 26.-29.05.2016

Von Beatrix Borchard und Elisabeth Treydte, Hamburg – 09.08.2016 | Vom 26. bis 29. Mai 2016 fand an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) eine internationale Tagung zum Thema „Gender, Lexikographie und Musikgeschichtsschreibung“ statt, zu der Wissenschaftler_innen und Musiker_innen aus vielen europäischen Ländern und den USA zusammenfanden. Ziel war es, die Vernetzung der musikbezogenen Genderforschung, den Aufbau eines Kooperationsnetzwerks sowie die Internationalisierung der Plattform MUGI (= Musikvermittlung und Genderforschung im Internet) weiterzuentwickeln. Weiterlesen

Komponisten dirigieren: Max Reger im Kontext (Internationale Tagung im Rahmen des Max Reger Festjahres 2016)

Weimar, 14.-15.05.2016

Von Kai Schabram, Weimar – 18.06.2016 | Am 14. und 15. Mai 2016 fand in der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar die internationale Tagung zum Thema Komponisten dirigieren: Max Reger im Kontext statt. Die Veranstaltung bildete eine Kooperation der Sammlung Musikgeschichte / Max Reger Archiv Meiningen und des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena. Die wissenschaftliche Leitung oblag dabei Dr. Maren Goltz und Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt. Weiterlesen

Sammeln – Musizieren – Forschen. Zur Dresdner höfischen Musik des 18. Jahrhunderts

Dresden, 21.-23.01.2016

Von Elisabeth Reisinger, Wien – 27.05.2016 | Vom 21.1. bis 23.1.2016 fand an der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden das internationale Kolloquium Sammeln – Musizieren – Forschen. Zur Dresdner höfischen Musik des 18. Jahrhunderts statt, veranstaltet von der Musikabteilung der SLUB im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „Die Notenbestände der Dresdner Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung aus der Zeit der sächsisch-polnischen Union“. Im Zentrum standen die Entstehung und Entwicklungen von Musiksammlungen, ausgehend von jener des Dresdner Hofes, im titelgebenden Begriffsdreieck: Sammeln – Musizieren – Forschen. Weiterlesen

TroJa-Kolloquium zur Renaissancemusikforschung: Autopsie eines Gesamtkunstwerks. Das Chorbuch der Münchner Jahrhunderthochzeit von 1568

Wien, 21.-23.04.2016

Von August Valentin Rabe, Wien – 04.05.2016 | Zur „Autopsie eines Gesamtkunstwerks“ luden Björn R. Tammen und Nicole Schwindt im Rahmen des jährlichen Kolloquiums zur Renaissancemusikforschung (TROJA) Vertreter verschiedener Disziplinen vom 21.–23. April 2016 in den Theatersaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien ein. Auf dem „Seziertisch“ lag die Prachthandschrift 2129 der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB), ein großformatiges Chorbuch (Folio: 64,1 x 58,9 cm), das die Motette Gratia Sola Dei von Orlando di Lasso überliefert und mit zahlreichen Textelementen und einem komplexen Bildprogramm alttestamentarischer Thematik ausgestattet ist. Weiterlesen

Concertare – Concerto – Concert. Das Konzert bei Telemann und seinen Zeitgenossen (Internationale wissenschaftliche Konferenz anlässlich der 23. Magdeburger Telemann-Festtage)

Magdeburg, 14.-15.03.2016

Von Maik Richter, Halle/Saale – 26.04.2016 | Das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg hat in Kooperation mit dem Institut für Musik (Abteilung Musikwissenschaft) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Internationalen Telemann-Gesellschaft e.V. eine wissenschaftliche Konferenz veranstaltet, die den Begriff des Konzertes nicht allein aus der Perspektive einer musikalischen Gattung (Solokonzert, Gruppenkonzert) oder einer Schreibart (Konzertierendes Prinzip) beleuchtete, sondern auch das Konzertwesen in Europa im 18. Jahrhundert in seinen vielfältigen höfisch-aristokratischen wie bürgerlichen Erscheinungsformen thematisierte. Weiterlesen

Integrative Approaches to Contemporary Cross-Cultural Music Making: Turkey, Italy, Germany

Rom (Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts), 18.-19.03.2016

Von Janina Klassen, Freiburg im Breisgau – 13.04.2016 | Es zieht in den Ohren. Man ist versucht, sich die Töne „zurecht“ zu hören. Doch sind die Interferenzen zwischen den einzelnen Instrumenten, den unterschiedlichen Stimmungssystemen und der Vielfalt von mikrointervallischen Tonproduktionen Teil der Komposition. Onur Türkmens Werk Hat for Kemençe and Strings (2013) war das letzte Stück in einem großartigen Konzert, mit dem die internationale und interdisziplinäre Veranstaltung beschlossen wurde, die das Orient-Institut Istanbul und die Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts Rom in Zusammenarbeit mit der Istanbul Berlin Art Bridge (Bahçeşehir University, BAU) veranstaltete. Ziel der inhaltlich sehr reichen und anregenden Tagung war es, wissenschaftliche Reflexion, musikalische Praxis sowie theoretisches und künstlerisches Wissen gewinnbringend in Beziehung zu setzen. Weiterlesen

Tradycje śląskiej kultury muzycznej/ Traditionen schlesischer Musikkultur

Wrocław/Breslau, 02.-04.03.2016

Von Gesine Schröder, Wien und Leipzig – 13.04.2016 | Unter der Federführung der Inhaberin des Lehrstuhls für Musiktheorie und Geschichte der schlesischen Musikkultur, Anna Granat-Janki, hält die Fakultät für Komposition, Dirigieren, Musiktheorie und Musiktherapie der Breslauer Musikakademie alle zwei Jahre die Konferenz Traditionen schlesischer Musikkultur ab. Breslau ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas, und so fiel die nunmehr 14. Ausgabe der Konferenz besonders üppig aus. Der Akzent lag dieses Mal auf dem Titelwort „Traditionen“: Zusammen mit zwei zur Konferenz gehörigen Konzerten und vier Ausstellungen zeigten die Referate, wie eng die Musikkultur Schlesiens und insbesondere Breslaus stets mit Musik aus anderen Regionen Europas verbunden war und wie wichtig es für schlesische Musiker auch heute ist, sich auf die kulturell diverse, polnisch, tschechisch und deutsch geprägte Vergangenheit ihrer Region zu beziehen. Weiterlesen

Komposition und Musiktheorie in China seit 1949

Wien, 15.-16.01.2016

Von Tycho Brodersen, Wien – 15.02.2016 | Das am Institut für Komposition und Elektroakustik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgerichtete Symposium war Teil eines von der österreichischen Stiftung Eurasia Pacific Uninet (EPU) geförderten Projekts zu Wanderbewegungen musiktheoretischer Denkweisen von West nach Ost (Titel des Gesamtprojekts: „The Cultural Transfer of Central European Music Theory to China“). Kooperierende des Projekt waren die Musiktheorieabteilungen dreier Hochschulen, vertreten durch Gesine Schröder (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Cheong Wai-Ling (The Chinese University of Hong Kong) und Zhang Wei (Konservatorium Shanghai). Nach vorausgegangenen Symposien in Hongkong (Jänner 2014) und Shanghai (April 2015) stand bei dem nunmehr dritten und letzten Teil des Projekts die neuere Geschichte der Kompositionstechnik und der Musiktheorie in China im Zentrum, darunter auch Aspekte des Hochschulfachs Harmonielehre. Weiterlesen

Beethoven und andere Hofmusiker seiner Zeit im deutschsprachigen Raum

Bonn, 03.-06.12.2015

Von Julia Ackermann, Wien – 15.02.2016 | „Beethoven und anderen Hofmusikern seiner Zeit im deutschsprachigen Raum“ widmete sich das vom 3.–6. Dezember 2015 im Beethoven-Haus Bonn durchgeführte internationale Symposium, das gemeinsam von der Leiterin des Beethoven-Archivs, Christine Siegert, und den MitarbeiterInnen des von Birgit Lodes an der Universität Wien geleiteten FWF-Projekts zur „Opernbibliothek von Kurfürst Maximilian Franz“, Elisabeth Reisinger und John D. Wilson, veranstaltet wurde. Weiterlesen

Dur vs. Moll

Leipzig, 19.-22.11.2015

Von Dominik Kreuzer, Zürich – 24.01.2016 | Einem »musikalischen Elementarkontrast« von seiner Entstehung aus dem Modussystem des ausgehenden Mittelalters bis hin zu seiner – vielleicht nur vermeintlichen – Nivellierung in der zeitgenössischen Musik nachzugehen, war die Aufgabe, die der Kongress sich selbst und den zahlreich angereisten ReferentInnen gestellt hatte. Trotz der umfassenden Bedeutung der Dichotomie von Dur in Moll für die Musikgeschichte wird das Phänomen, wie die Organisatoren Hans-Joachim Hinrichsen (Zürich) und Stefan Keym (Hamburg/Leipzig) in ihrer Einführung feststellten, in der aktuellen Forschung kaum beachtet. Die Geschichte dieses Kontrasts, seine Semantisierung und Umkodierung im Laufe der Zeit nachzuzeichnen, sollte daher Ziel der Tagung sein. Weiterlesen

5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik

Bern, 21.-25.10.2015

Von Manfred Novak, Graz und Yookyung Nho-von Blumröder, Köln – 18.01.2016 | Wie soll Musik in der Kirche heute klingen, wie darf sie klingen angesichts der zunehmenden Entfremdung der Mehrheitsgesellschaft nicht nur von der Kirche, sondern auch von zeitgenössischer Musik? Wie positioniert sich Kirchenmusik (und damit Kirche, die sich in ihrer Musik ausdrückt und spiegelt) in dieser Gesellschaft? Soll bzw. will sie Erwartungshaltungen und Hörgewohnheiten bedienen, oder soll und darf sie durch ihre Kunst auch (ver)stören? Muss sie nicht sogar Gegenklänge und Widertöne einbringen, wenn sie nicht ihre Stimme und Relevanz in der Gesellschaft vollkommen verlieren möchte? Und enger, musikalischer gefragt: Wie verhält sich die künstlerische Freiheit und Aussage der Musik zu ritueller Funktionalität? Weiterlesen

Aneignungsformen populärer Musik (26. Arbeitstagung der GfPM)

Braunschweig, 20.-22.11.2015

Von Melanie Schiller, Groningen – 19.12.2015 | Vom 20. Bis 22. November 2015 fand unter dem Thema „ Aneignungsformen populärer Musik“ die 26. Arbeitstagung der Gesellschaft für Popularmusikforschung e.V. (ehem. ASPM) in Braunschweig statt. Gefördert u.a. durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Braunschweiger Hochschulbund und die Deutsche Forschungsgesellschaft, hatte das Institut für Musik und ihrer Vermittlung der TU Carolo Wilhelmina zu Braunschweig eingeladen, die komplexen gegenseitigen Wechselwirkungen von Musik Machern, Zuhörern, Produzenten, Fans und natürlich der Musik selbst als Formen der Aneignung zu diskutieren. Weiterlesen

Die Klavierfantasien von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann: Analyse – historischer Kontext – Interpretation

Leipzig, 21.-23.09.2015

Von Severin Kolb, Zürich – 01.12.2015 | Unter dem Motto „Die Klavierfantasien von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann: Analyse – historischer Kontext – Interpretation“ stand die erste Sommerschule der Fachgruppe Musiktheorie der Gesellschaft für Musikforschung, die vom Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig organisiert wurde. Mit einem vielseitigen Programm bot sie einen hervorragenden Einblick in das Musikwesen einer Stadt, die die deutsche Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus prägte wie kaum eine andere. In drei dicht gefüllten Tagen sollten – wie der Titel „Analyse – historischer Kontext – Interpretation“ der Tagung ankündigte – ausgehend von diesen beiden Fantasien (op. 28 bzw. op. 17) unterschiedliche Aspekte des Leipziger Musiklebens zum Tragen kommen. Weiterlesen

Händel und seine Interpreten / Handel and His Interpreters

Halle, 08.-10.06.2015

Von Anna Schaefer, Halle/Saale – 01.12.2015 | Schon seit längerer Zeit bildet Georg Friedrich Händels kompositorisches Schaffen im Hinblick auf seine Interpretenorientiertheit einen Hauptbereich der internationalen Händelforschung. In Anbetracht dieses besonderen Forschungsgegenstandes veranstalteten die Internationale Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft, die Stiftung Händel-Haus und die Abteilung Musikwissenschaft am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 8. bis 10. Juni 2015 die diesjährige Internationale Wissenschaftliche Konferenz zu den Händel-Festspielen in Halle (Saale). Eine besondere Betonung lag in diesem Jahr auf der Internationalität, waren doch über die Hälfte der Referentinnen und Referenten zu diesem wissenschaftlichen Austausch aus dem Ausland angereist. Die Konferenz gestalteten 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Großbritannien, den USA, Südafrika, den Niederlanden, Österreich und natürlich auch aus Deutschland. Weiterlesen

Studienkurs am Händel-Haus zum Thema „Händels italienische Kantaten“

Halle (Saale), 23.-25.09.2015

Von Thomas Wozonig, Graz – 19.11.2015 | „Händels italienische Kantaten“ – unter diesem Titel lud die Stiftung Händel-Haus auch 2015 wieder zum Studienkurs in die Stadt an der Saale, um sich mit dem Leben, dem Werk und der Rezeption Georg Friedrich Händels zu beschäftigen. Den MusikwissenschaftlerInnen und ausübenden MusikerInnen, die in diesem Jahr aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammten, wurde ein gewohnt umfangreiches und hochwertiges Programm präsentiert, das – freilich im Gegenzug für Lern- und Mitarbeitsbereitschaft – tiefe und in dieser Form sonst nirgends erfahrbare Einblicke in die Person und das Schaffen Händels, die Arbeit der Händel-Gesellschaft, die Institution des Händel-Hauses sowie die Stadt Halle als Ganzes boten. Weiterlesen

Der europäische Salon: Salonmusik im 19. Jahrhundert

Maynooth (Irland), 02.-04.10.2015

Von Petra Wilhelmy-Dollinger, München – 09.11.2015 | Vom 2. bis 4. Oktober 2015 fand am Institut für Musikwissenschaft der Universität Maynooth (National University of Ireland) eine internationale zweisprachige Konferenz zum Thema „The European Salon: Nineteenth-Century Salonmusik“ statt, an der nicht nur Fachgelehrte aus ganz Europa teilnahmen, sondern auch aus Amerika und Australien. „Der Zweck dieser Tagung ist es, die Bedeutung von Musik, die für den Salon komponiert und dort aufgeführt wurde, sowie die nichtmusikalischen Aspekte des Salons im Kontext des sozio-kulturellen wissenschaftlichen Diskurses über das 19. Jahrhundert neu zu evaluieren“, schrieb Dr. Lorraine Byrne Bodley, Senior Lecturer und Präsidentin der Gesellschaft für Musikwissenschaft in Irland, in ihrer Einleitung zum Konferenzprogramm. Weiterlesen

„For Cathy Berberian“. Stimmperformance um 1960

Frankfurt am Main, 04.07.2015

Von Caroline Lüderssen, Frankfurt a.M. – 13.10.2015 | Murmelnd kommt die Sängerin auf die Bühne, während das Publikum noch seine Plätze einnimmt und im Programmheft blättert. Nur allmählich wird klar: Das Konzert hat bereits begonnen. Zur Aufführung gelangt Luciano Berios Sequenza III per voce femminile von 1965. Der Text stammt von Markus Kutter und lautet: „Give me/a few words/for a woman/to sing/a truth/allowing us/to build a house/without worrying/before night comes“. Vertont mit einer hochgradig virtuosen Abfolge von Melodiefetzen und gesungenen Tönen, im Wechsel mit Kichern, Stöhnen, Pfeifen, Flüstern, Schreien und was es der menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten noch so gibt. Nach dem fulminanten Auftritt der Sopranistin Carola Schlüter mit Sequenza III hat man das Gefühl, dass eigentlich schon alles gesagt ist. Weiterlesen

„La cosa è scabrosa“. Musikkulturelles Handeln auf den Opernbühnen in Wien um 1780 

Oldenburg, 03.-05.07.2015

Von Levke Höpner, Oldenburg – 10.10.2015 | Basierend auf zahlreichen gelungenen Kooperationen in der Vergangenheit veranstaltete das Institut für Musik der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg auch in diesem Jahr ein musikwissenschaftliches Symposium in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater, bei dem mit Mozarts „Le nozze di Figaro“ eine Oper im Zentrum stand, die am Staatstheater in der aktuellen Spielzeit 2014/15 nur eine Woche zuvor Premiere gefeiert hatte. Unter dem in der Wissenschaft wohl häufig passenden Titel „La cosa è scabrosa“ („die Sache ist heikel“), der gleichzeitig ein Zitat aus dem „Figaro“ darstellt, wollte man sich anhand der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo Da Ponte dem musikkulturellen Handeln auf den Opernbühnen in Wien um 1780 aus verschiedenen Perspektiven  widmen. Weiterlesen

Beethovenrezeption in Mittel- und Osteuropa

Leipzig, 22.-26.10.2014

Von Stephan Wünsche, Leipzig – 07.09.2015 | Das Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig lud vom 22. bis 26. Oktober 2014 zu einer internationalen musikwissenschaftlichen Konferenz unter dem Titel Beethovenrezeption in Mittel- und Osteuropa. Die Referentinnen und Referenten waren angereist aus Deutschland, Litauen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Die Arbeitsgemeinschaft für die Musikgeschichte in Mittel- und Osteuropa, der die meisten Vortragenden angehören, setzte mit dieser Konferenz eine Tradition rezeptionsgeschichtlicher Studien fort: Schon 1996 hatte es eine Tagung zur Mozartrezeption in Mittel- und Osteuropa gegeben; jüngere Leipziger Tagungen zu Robert Schumann und Richard Wagner enthielten ebenfalls Panels zu deren Rezeption gerade im östlichen Europa. Weiterlesen

Auf dem Weg zu einem neuen Haydn-Werkverzeichnis

Köln, 19.-20.06.2015

Von Ulrich Wilker, Köln – 27.07.2015 | Die Gesamtausgabe Joseph Haydn Werke, erarbeitet vom Joseph Haydn-Institut in Köln, steht kurz vor ihrer Vollendung. Schlussstein der Ausgabe soll ein neues Werkverzeichnis sein, das das zwar berühmte, aber längst veraltete und teilweise auch problematische Hoboken-Verzeichnis ersetzen soll. In Vorbereitung dieses Projekts veranstaltete das Haydn-Institut vom 19.–20. Juni 2015 den Kongress „Auf dem Weg zu einem neuen Werkverzeichnis“ in den Räumlichkeiten der Fritz Thyssen Stiftung in Köln. Die Referentinnen und Referenten vertraten sowohl die Haydn- bzw. Klassik-Forschung als auch aktuelle Komponisten-Werkverzeichnisse. Weiterlesen

Performing voice – Vokalität im Fokus angewandter Vokalitätsforschung

Bern und Basel, 27.-29.11.2014

Von Tom Rojo Poller, Berlin – 27.07.2015 | Die Stimme fasziniert seit jeher durch eine spannungsvolle Doppelnatur: Als anthropologisch basalem Phänomen scheint ihr eine subjektiv zugängliche, unmittelbar greifbare Qualität innezuwohnen, als Objekt der systematischen Reflexion entzieht sie sich aber gleichzeitig immer wieder eindeutigen theoretischen Festlegungen und Verortungen. Für Mladen Dolar, der mit seiner vielbeachteten Studie His Masterʼs Voice (Frankfurt a. M. 2007) eine von Lacan ausgehende philosophische Theorie der Stimme vorgelegt hat, hängt diese theoretische Uneinholbarkeit des Phänomens Stimme wesentlich mit der differenziellen Logik klassisch-moderner Theoriebildung zusammen, die dem, was sich am Phänomen Stimme nicht auf binäre Oppositionen reduzieren lässt, nicht beizukommen in der Lage sei (Vgl. auch Mladen Dolar: „Das Objekt Stimme“, in: Zwischen Rauschen und Offenbarung. Zur Kulturgeschichte der Stimme, hrsg. von Friedrich Kittler u. a., Berlin 2002, S. 233–256; Dolar exemplifiziert seine These am Beispiel der Saussurschen Phonologie). Ähnliches ließe sich an Derridas Phonzentrismus-These nachvollziehen, welche ironischerweise gerade durch ihre Kritik an der Stimme diese wieder in das Interesse des philosophischen Diskurses gerückt hat. Weiterlesen

Troja-Kolloquium für Renaissancemusik: Vokalpolyphonie zwischen Alter und Neuer Welt

Mainz, 25.-26.06.2015

Von Laura Sonnabend, Mainz/Wiesbaden – 10.07.2015 | Als eine der im deutschsprachigen Raum ersten Tagungen zur Renaissancemusik in Lateinamerika fand am 25. und 26. Juni 2015 das diesjährige Symposium troja an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz statt. Organisiert und geleitet von Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Mainz) in Verbindung mit Prof. Dr. Cristina Urchueguía (Bern) widmeten sich die Referenten und Teilnehmer dem Thema „Vokalpolyphonie zwischen Alter und Neuer Welt. Musikalische Austauschprozesse zwischen Europa und Lateinamerika im 16. und 17. Jahrhundert“. Weiterlesen

4. Italienkurs Musikwissenschaft:  Musik in Florenz unter den Medici

Florenz, 23.-28.02.2015

Von Friedrich Mück, Stuttgart/Trossingen – 15.04.2015 | „Florenz aus drei verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen“ – mit diesen Worten rundete Kursleiter Univ.-Prof. Dr. Klaus Pietschmann seine Begrüßungsrede an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des unter dem Dach der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) stattfindenden Italienkurses ab und bezog sich hierbei im Wesentlichen auf die kunst- und kulturhistorische, vor allem aber auf musikgeschichtliche Seite der Stadt Florenz. Die Bedeutung der Musikrezeption in Florenz als Bestandteil des Kursinhalts zeigte sich einerseits in der Auseinandersetzung mit florentinischem Musikrepertoire des Zeitraums Quattrocento bis Settecento anhand von Handschriften und Drucken, andererseits im Erleben des aktuellen Musikprogramms im Teatro della Pergola. An jedweder Stelle des Kurses wurde der Bezug zu den Medici als die über mehrere Jahrhunderte einflussreiche kunst- und kulturfördernde Herrscherfamilie, ohne deren Kulturpatronage eine in diesem Maße hoch elaborierte Musikkultur nicht möglich gewesen wäre, hergestellt. Zentral war die Frage nach der Instrumentalisierung von Musik im Streben der Medici nach politischer Macht und internationalem Renommee. Weiterlesen

Musikwissenschaft: Generationen, Netzwerke, Denkstrukturen

Oldenburg, 16.-17.01.2015

Von Marleen Hoffmann, Detmold/Paderborn – 10.04.2015 | Bei der interdisziplinären Tagung „Musikwissenschaft: Generationen, Netzwerke, Denkstrukturen“ handelt es sich um eine Fortführung und Vertiefung eines Symposiums der Fachgruppe Nachwuchsperspektiven der Gesellschaft für Musikforschung, welches auf der Jahrestagung 2013 in Dresden stattfand. Die OrganisatorInnen Anna Langenbruch (Oldenburg), Ina Knoth (Hamburg), Moritz Kelber (Augsburg) und Sebastian Bolz (München) hatten sich zum Ziel gesetzt, eine soziologisch und historisch fundierte Wissenschaftsforschung anzustoßen, nach den theoretisch-methodischen Prinzipien musikwissenschaftlicher Wissenschaftsforschung zu fragen und die Interaktion von Forschung und Gesellschaft näher zu beleuchten. Weiterlesen

Jahrestagung des Nationalkomitees Deutschland im ICTM

Weimar, 28.-29.11.2014

Von Dorit Klebe, Berlin – 10.04.2015 | Das Nationalkomitee Deutschland im International Council for Traditional Music (ICTM) veranstaltete seine Generalversammlung  und Jahrestagung des Jahres 2014 vom 28. bis 29. November in Weimar.  Auf Einladung von Prof. Dr. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und von Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Lehrstuhl für Transcultural Music Studies am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena fand die Generalversammlung und die Jahrestagung des deutschen Nationalkomitees des ICTM an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar statt. Tagungsort war das Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Weiterlesen

Übergänge: Neue Wege zur inszenierten Musik

Stuttgart, 04.-08.06.2014

Von Lea Roller, Stuttgart – 10.04.2015 | Vom 4. bis zum 8. Juni 2014 fand in Stuttgart der Kongress für Stimmkunst und neues Musiktheater „Lost & Found: Stimme. Musik. Szene“ statt, ausgerichtet vom Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in Kooperation mit „Der Sommer in Stuttgart“ (Musik der Jahrhunderte, SWR, Akademie Schloss Solitude) und dem „Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt“. Die Leitung teilten sich Angelika Luz (für das künstlerische Programm) sowie Andreas Meyer und Christina Richter-Ibáñez (für die wissenschaftlichen Anteile). Weiterlesen

Musik und Vergnügen am Hohen Ufer. Fest- und Kulturtransfer zwischen Hannover und Venedig in der Frühen Neuzeit

Venedig, 05.-06.02.2015

Von Panja Mücke, Bonn – 16.03.2015 | Während die Musikpflege der von der „Monarchisierungswelle“ um 1700 erfassten kurfürstlichen Höfe Dresden und Berlin inzwischen recht gut erforscht ist, gilt dies noch längst nicht für Hannover. Zu den Welfen, die 1692 die neunte Kurwürde des Heiligen Römischen Reichs erhielten und von 1714 an auch die englische Krone trugen, ist die bislang vorliegende Literatur immer noch begrenzt – ungeachtet der Tatsache, dass die Rolle der Musik im Kontext des raschen Aufstiegs dieser Dynastie zum Kurfürsten- und Königtum besonders spannende Fragen aufwirft. Weiterlesen

Werkstatt und Label. Kompositorische Produktionsprozesse in der Frühen Neuzeit

Marburg, 08.-10.10.2014

Von Sebastian Biesold, Bonn – 16.03.2015 | Die Musikphilologie zählt seit jeher unbestritten zum Kern der Musikwissenschaft. Mit der verstärkten Hinwendung des Fachs zu kulturwissenschaftlich-kontextuellen Fragestellungen und Theorien blieb sie zwar im besten Sinn handwerklich anerkannt, trotzdem haftete ihr zunehmend ein durchaus verstaubtes Image an. Seit wenigen Jahren ist jedoch zu beobachten, dass gerade der philologische Ansatz wieder häufiger in den Fokus des musikwissenschaftlichen Fachdiskurses rückt. Das mag einerseits darin begründet sein, dass – vor allem online-basierte – technische Entwicklungen Möglichkeiten eröffnen, die den Weg für Neuerungen auch im Blick auf dezidiert quellenbezogene Forschungen bahnen. Andererseits mag diese Tendenz mit der Einsicht zu erklären sein, dass kontextuelle Forschungen, zumal wenn sie (primär-)quellenmäßig kaum oder gar nicht erschlossenes Terrain beschreiten, auf eine belastbare philologische Basis angewiesen sind, um fundierte Erkenntnisse zu Tage fördern zu können. Weiterlesen

Techno Studies – Geschichtsschreibung und Ästhetik elektronischer Tanzmusik

Berlin, 12.-13.12.2014

Von Miriam Akkermann, Berlin – 04.03.2015 | Seit der ersten Loveparade vor 25 Jahren untrennbar auch mit Berlin verbunden, ist das Interesse an Techno und den zugehörigen Entwicklungen ungebrochen. Insbesondere im deutschsprachigen Raum zeichnet sich dabei ein wachsendes Bedürfnis nach einer meist aus nationaler Perspektive erzählten Geschichtsschreibung von Techno ab. Eine Reflexion der dabei verwendeten Methoden (etwa der nahezu allgegenwärtige Einsatz von Zeitzeugen-Statements) fand bislang jedoch kaum statt, ebensowenig wie eine Auseinandersetzung mit konkreten musikalischen Entwicklungen. Zugleich erschienen vor allem im angloamerikanischen Raum in jüngerer Zeit diverse an musikanalytischen wie ethnologischen Zugängen interessierte Forschungsarbeiten zu elektronischer Tanzmusik. Weiterlesen

Luigi Cherubini – Eine Herausforderung. Autographe Bestände (Ausstellung)

Luigi Cherubini jako wyzwanie. Zbiory autografów

Krakau, 14.11.-05.12.2014

Von Michael Pauser, Weimar – 04.03.2015 | Seit einigen Jahren versuchen Musikwissenschaftler, Musiker und Musikenthusiasten anderer Professionen das lange Leben und das daher auch sehr umfangreiche Werk von Luigi Cherubini sowohl der Fachwelt als auch einem breiten Publikum (wieder) nahe zu bringen. „Luigi Cherubini:  Vielzitiert – bewundert – unbekannt“ lautete noch im Jahr 2010 der einerseits provozierende und andererseits auch ein Stückweit resignierende Titel eines Symposions am Gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gerade das umfangreiche Jugendwerk des Komponisten – seine noch in Italien bzw. in den ersten Pariser Jahren entstandene Kirchenmusik, die ersten Opern, Kantaten, Einlegearien und einiges seiner Instrumentalmusik – musste zwangsläufig aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden. Weiterlesen

Richard Strauss: Der Komponist und sein Werk. Überlieferung, Interpretation, Rezeption

München, 26.-28.06.2014

Von Florian Amort und Sebastian Bolz, München – 14.01.2015 | Richard Strauss' Verhältnis zu seiner Vaterstadt München ist bekanntlich ebenso schwierig wie facettenreich. Dass sich diese Beziehung mittlerweile entspannt hat und München als Strauss-Stadt gelten darf, zeigt unter anderem die in der Entstehung begriffene kritische Neuausgabe der Werke von Richard Strauss, die an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie am musikwissenschaftlichen Institut der LMU München beheimatet ist. Diese Institutionen waren es auch, die gemeinsam mit dem Kulturreferat der bayerischen Landeshauptstadt anlässlich des 150. Geburtstags des Komponisten ein dreitägiges, international besetztes Symposium veranstalteten. Auf dem Programm standen, dem Forschungsschwerpunkt der Münchner Forschungsstelle gemäß, Fragen nach Quellenbeständen und philologische Problemstellungen, vor allem aber der tiefenscharfe analytische Blick auf Strauss' Musik, den Organisator Hartmut Schick in seiner Begrüßung als Desiderat formulierte. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die internationale Wirkungsgeschichte. Weiterlesen

Fürst und Fürstin als Künstler. Herrschaftliches Künstlertum zwischen Habitus, Norm und Neigung

Wolfenbüttel, 09.-11.10.2014

Von Lena van der Hoven, Berlin und Christian Katschmanowski, Mainz – 10.01.2015 | Die Betätigung der Fürsten und Fürstinnen in den Künsten war seit dem Spätmittelalter nicht nur Teil der Prinzen- und Prinzessinnenerziehung, sondern grundlegender Bestandteil des fürstlichen Alltags. Während die ältere Forschung das Phänomen der Fürsten und Fürstinnen als Künstler jedoch tendenziell noch als ein Spleen einer exzentrischen Herrscherpersönlichkeit isoliert betrachtete, wurde in jüngeren Arbeiten zunehmend die kulturhistorische Bedeutung dieser Beobachtung erkannt. Um diesem Phänomen des malenden, entwerfenden oder musizierenden Fürsten und dem ihm zugrunde liegenden (Fürsten)Habitus näher zu kommen, bedarf es einer vergleichenden und vor allem interdisziplinären Perspektive. Weiterlesen

Tagung KoFIM Berlin (Kompetenzzentrum Forschung und Information Musik)

Berlin, 06.-08.10.2014

Von Wolfgang Eckhardt, Julia Neumann, Dr. Tobias Schwinger und Alexander Staub, Berlin – 08.01.2015 | Die Staatsbibliothek zu Berlin – PK veranstaltete im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts Kompetenzzentrum Forschung und Information Musik (KoFIM Berlin) eine Tagung in Berlin, die vom 6. bis 8. Oktober 2014 in der Staatsbibliothek, Haus Potsdamer Straße stattfand. 

Schwerpunkt des auf sechs Jahre angelegten KoFIM-Projekts ist die Tiefenerschließung von Musikautographen des 17. bis 19. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Schreibern, Wasserzeichen und Provenienzen. Ziel ist die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur im Bereich von Musikwissenschaft und benachbarten Disziplinen. Weiterlesen

„Passionately intellectual, intellectually passionate“: Elizabeth Maconchy (1907 - 1994)

Graz, 24.-25.10.2014

Von Nadine Scharfetter, Graz – 06.01.2015 | Die Konferenz „Passionately intellectual, intellectually passionate“: Elizabeth Maconchy (1907 - 1994), veranstaltet am 24. und 25. Oktober 2014 an der Kunstuniversität Graz, war dem Leben und Werk der britischen Komponistin Elizabeth Maconchy gewidmet. Maconchy beschäftigte sich, anders als viele ihrer britischen Kolleginnen und Kollegen, auch mit Musik außerhalb Großbritanniens, daher kam sie früh mit der Musik Bartóks in Berührung. Maconchys Werke wurden nicht nur innerhalb Großbritanniens aufgeführt, ihr musikalisches Schaffen wurde auch in anderen europäischen Ländern, den USA und Australien stark rezipiert. Der Zweite Weltkrieg stellte jedoch einen Bruch in der Rezeption Maconchys dar. Ihre Werke kamen (bis heute) nur selten international zur Aufführung. Weiterlesen

Growing UP: Jazz in Europa 1960-1980

Luzern, 06.-08.11.2014

Von Christian Broecking, Berlin – 22.12.2014 | In diesem ersten gemeinschaftlich von der Hochschule der Künste Bern, der Hochschule Luzern und der Haute Ecole de Musique Lausanne veranstalteten Jazz-Symposium wurde die Frage nach einer europäischen kulturellen Identität in unterschiedlichsten Facetten aufgefächert und differenziert. War zu Beginn noch von einer europäischen Jazz-Emanzipation von seinen US-amerikanischen Leitbildern die Rede, wurde es im Laufe der 1970er Jahre üblich, von national differenzierten Arten der Klangforschung zu sprechen. Ekkehard Jost rückte nun – 27 Jahre nach seinem Standardwerk „Europas Jazz 1960-1980“ – die regionalen und nationalen Jazz-Dialekte ins Zentrum. Weiterlesen

International Conference of Students of Systematic Musicology (SysMus14)

London, 18.-20.09.2014

Von Laura Neumann, Berlin und Anna-Katharina R. Bauer, Oldenburg – 22.12.2014 | Bereits zum siebenten Mal trafen sich in diesem Jahr Master-Studierende, DoktorandInnen und AbsolventInnen der Musikwissenschaft sowie angrenzender Disziplinen zur internationalen Konferenzreihe SysMus. Gastgebendes Institut für SysMus14 war vom 18. bis 20. September die Music, Mind & Brain Group (MMB) des Goldsmiths College in London (http://www.gold.ac.uk/pg/msc-music-mind-brain/), das, wie die Veranstalter der letzten Jahre, auf höchst spezialisierte Weise mit den Fragestellungen der systematischen Musikwissenschaft verbunden ist: Am Fachbereich für Psychologie angesiedelt, werden hier gleichermaßen biologische wie kognitive Aspekte musikalischen Verhaltens untersucht und u.a. Arbeiten über musikalische Wahrnehmung, Emotionen und Fähigkeiten herausgegeben. Weiterlesen

Musik der mittelalterlichen Metropole: Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz ca. 900-1400

Mainz und Köln, 15.-18.10.2014

Von Anna Plaksin, Mainz und Steven Rozenski, Rochester/Göttingen – 01.12.2014 | Betreibt man Landes- oder Stadtgeschichte, bietet sich nicht selten eine vergleichende Perspektive an, denn zumeist befruchten derartige Betrachtungen, indem sie die Eigenarten des jeweiligen Raumes besonders zur Geltung bringen und den Blick für tiefgreifende Entwicklungen schärfen. Dass sich diese Herangehensweise bestens auch zur Beleuchtung des mittelalterlichen Musiklebens am Rhein eignet, konnte die vom 15. bis 18. Oktober 2014 stattgefundene Tagung „Musik der mittelalterlichen Metropole: Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz ca. 900-1400“ unter Beweis stellen; eignen sich doch die beiden Domstädte und Erzbischof-Kurfürstensitze am Rhein durch zahlreiche Parallelen besonders für diesen Vergleich. Und vor allem wenn es das Ziel sein soll, ausgehend von Quellen- und institutionellen Studien derart unterschwellige und vielleicht gerade darum in ihrer Relevanz kaum zu unterschätzende Themengebiete wie ‚cultural performances‘ und Identitätsbildungen der einzelnen Metropolen in den Fokus zu nehmen, stimuliert der gewählte Blickwinkel den Diskurs ungemein. Weiterlesen

Christoph Willibald Gluck. Bilder – Mythen – Diskurse

Wien, 23.-25.10.2014

Von Elisabeth Schönfeld, Frankfurt am Main – 29.11.2014 | Das internationale Symposium „Christoph Willibald Gluck. Bilder – Mythen – Diskurse“ wurde anlässlich des 300. Geburtstages des Komponisten von der Universität Wien, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz sowie der Österreichischen Gesellschaft für Musik in Wien veranstaltet. Es fand vom 23.–25. Oktober 2014 in den neuen Räumlichkeiten der ÖGM statt. Weiterlesen

Der Hofkapellmeister in Thüringen um 1700. Internationales Symposium anlässlich des 300. Todestages von Philipp Heinrich Erlebach

Weimar und Rudolstadt, 10.-11.10.2014

Von Benedikt Schubert, Weimar – 12.11.2014 | Das von der Academia Musicalis Thuringiae und dem gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstaltete und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Mitteldeutschen Barockmusik e.V., dem Thüringer Kulturministerium und der Sparkasse Saalfeld-Rudolstadt geförderte Symposium mit Teilnehmer/innen aus Japan, Brasilien, Polen, den USA und Deutschland war zwei Zielen verpflichtet: Wurden zum einen generell Funktion, Rolle und Amt des thüringischen Hofkapellmeisters um 1700 diskutiert, stand speziell mit dem Jubilar Philipp Heinrich Erlebach (1657–1714) ein Exempel jener äußerst facettenreichen Musikergruppe im Mittelpunkt. Weiterlesen

Transfer und Diversität. Musik und Transkulturelle Praxis: Deutschland – Türkei

Berlin, 09.-11.10.2014

Von Clemens Gubsch und Friederike Janott, Berlin – 12.11.2014 | Im Zuge des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres veranstaltete das Institut für Musik- und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Center for Advanced Studies in Music der Technischen Universität Istanbul vom 9. bis 11. Oktober 2014 das Symposium „Transfer und Diversität. Musik und transkulturelle Praxis: Deutschland – Türkei“, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen eines Ideenwettbewerbs unter gleichnamigem Titel als Projekt gefördert wurde. Weiterlesen

„Alles dort morsch, treulos. Und so roh.“ Richard und Cosima Wagners Blick auf Wien

Wien, 16.-18.10.2014

Von Eva Rieger, Vaduz – 04.11.2014 | Vom 16. bis 18. Oktober 2014 fand in Wien eine Konferenz statt „zur Genese und Struktur des frühen Wagnerismus“ unter dem Titel „Alles dort morsch, treulos. Und so roh. Richard und Cosima Wagners Blick auf Wien“. Veranstaltet wurde sie vom Institut für Zeitgeschichte der Universität und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dem Jüdischen Museum sowie der Staatsoper Wien innerhalb ihres Forschungsprojekts „Eine politische Geschichte der Oper in Wien 1869-1955“. Ein brisantes Thema, zumal es innerhalb der deutschen Musikwissenschaft immer noch Streit darüber gibt, ob man den glühenden Antisemiten Wagner als Wegbereiter der NS-Ideologie sehen könne. Weiterlesen

Offiziumsvertonungen von Alessandro Scarlatti. Kompositionen, Kontexte, Aufführungspraxis. Vorträge, Konzert, Dirigierworkshop

Berlin, 09.‑11.10.2014

Von Peter Sühring, Berlin – 18.10.2014 | Diese Scarlatti-Tagung an der Berliner Universität der Künste (UdK) widmete sich, wie ihre Initiatorin, Frau Prof. Susanne Fontaine, bei der Begrüßung ausführte, einem gewichtigen Teil des Werks eines Komponisten mit großem Namen, der aber dennoch unbekannt und unaufgeführt ist. Das Ziel des Symposiums sollte es sein, von einer Spezialität, Scarlattis Musik zu den Stundengebeten, ausgehend, ein umfassenderes Bild dieses Komponisten zu gewinnen. Kunstanspruch und liturgische Funktion dieser Musik seien zu untersuchen. Der praktische Teil der Tagung, eine Dirigierwerkstatt, in der junge Nachwuchsmusiker sich daran versuchen sollen, ein professionell aufgestelltes Ensemble wie die Vokalakademie Berlin unter der Leitung von Frank Markowitsch, mit Stücken aus einer „Marienvesper“ von Scarlatti zu dirigieren, sollte einen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst realisieren, eine Rückkoppelung wissenschaftlicher und künstlerischer Erfahrungen ermöglichen. Weiterlesen

The Languages of Popular Music. Communicating Regional Musics in a Globalized World (25. Arbeitstagung des ASPM)

Osnabrück, 29.09.-02.10.2014

Von Felicitas Förster, Leipzig – 13.10.2014 | Unter dem Titel Die Sprachen der Populären Musik. Kommunikation regionaler Musiken in einer globalisierten Welt veranstaltete der ASPM (Arbeitskreis Studium Popularmusik e.V.) vom 29. September bis 2. Oktober in Osnabrück seine 25. Arbeitstagung. Es war eine internationale Tagung, zu der Wissenschaftler aus etwa zwanzig Ländern anreisten. Die Besucher konnten aus insgesamt 51 Vorträgen auswählen, von denen allerdings viele parallel stattfanden. Die meisten Referenten trugen auf englisch vor, einige wenige auf deutsch. Weiterlesen

Zwischen den Zeiten: Die Weimarer Bachsöhne – Aufbruch in die Moderne

Weimar, 01.-02.05.2014

Von Katharina Steinbeck, Weimar – 02.10.2014 | 2014 feierte Weimar den 300. Geburtstag seines großen Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach. Wie sein ebenfalls in Weimar geborener, wenig älterer Bruder Wilhelm Friedemann Bach wirkte er in einer Zeit, die sich neben einem erstarkenden Handelsbürgertum durch eine gewandelte Idee von Wahrhaftigkeit, Reinheit und Schönheit, gepaart mit einer systematischen Entdeckung der Natur, auszeichnete. Inmitten des aufklärerischen Denkens war auch das künstlerische Umfeld der Bach-Söhne geprägt von widersprüchlichen Thesen und Einstellungen. Die Frage um den richtigen, wahren wie dem Anlass gemäßen Stil wurde auf europäischer Ebene in teilweise heftigen und kontrovers geführten Debatten ausgetragen. Weiterlesen

Music Migrations: from Source Research to Cultural Studies

Mainz, 24.-25.04.2014

Von Hanna Kneißler und Janusz Hofmann, Mainz – 26.09.2014 | Die Erforschung der Migrationswege von Musikern und musikalischen Artefakten im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts bedarf aus Sicht der Veranstalter eines breiten Spektrums an methodischen Ansätzen und eines interdisziplinären Dialogs. Die Inhalte des zweitägigen Workshops, der im Rahmen des von HERA (Humanities in the European Research Area) geförderten Forschungsprojektes Music Migrations in the Early Modern Age: the Meeting of the European East, West and South stattfand, wurden daher von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten präsentiert und diskutiert. Im Vordergrund standen einerseits die Bandbreite der wissenschaftlichen Herangehensweisen von Quellenforschung über Kulturanalyse bis hin zum Feld der Digital Humanities – andererseits konkrete Fallbeispiele, welche zumeist in laufenden Studien von den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern untersucht werden. Ziel der Tagung war, bestehende Fragen in der Forschungsarbeit zu erörtern und durch den gemeinsamen Austausch zu einem tieferen Verständnis der wechselseitigen Zusammenhänge zu gelangen.  Weiterlesen

Mainzer Summer School zur Musikwissenschaft (Musikalische Gesamtausgaben: Geschichte – Gegenwart – Zukunft)

Mainz, 11.-16.08.2014

Von Laura Sonnabend, Wiesbaden – 15.09.2014 | In der Woche vom 11. bis zum 16. August 2014 fand die erste Mainzer Summer School der Musikwissenschaft statt, getragen von der Abteilung Musikwissenschaft des Mainzer Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) und geleitet von Prof. Dr. Axel Beer und Prof. Dr. Ursula Kramer (beide Mainz). Die 16 Teilnehmer, zu gleichen Teilen Gäste (aus Basel, Bern, Halle, Heidelberg, Kiel und Salzburg) und Studierende des Mainzer Instituts, setzten sich im Rahmen der Veranstaltung detailliert mit Fragen der Editionstechnik auseinander; titelgebendes Thema waren musikalische Gesamtausgaben in Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Weiterlesen

Giuseppe Sarti – Individual Style, Aesthetical Position, Reception and Dissemination of His Works

Berlin, 18.-20.07.2014

Von Francesco Del Bravo, Berlin – 15.09.2014 | Im Rahmen des Forschungsprojekts A Cosmopolitan Composer in Pre-Revolutionary Europe fand Ende Juli an der Universität der Künste Berlin die internationale Konferenz Giuseppe Sarti – Individual Style, Aesthetical Position, Reception and Dissemination of His Work statt. Das Projekt – unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Siegert – wird von der UdK Berlin in Kooperation mit der Hebrew University Jerusalem durchgeführt und von der Einstein Foundation finanziert. Die Tagung wurde zudem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Weiterlesen

Musik als Brücke. Transferbewegungen des 17. bis 19. Jahrhunderts zwischen dem deutschsprachigen Ostmitteleuropa und den westlichen Nachbarländern

Regensburg, 04.-07.08.2014

Von Dieter Haberl, Regensburg – 14.08.2014 | Die Wahl der Bischöflichen Zentralbibliothek als Tagungsstätte (4.–7. August 2014)erwies sich für die musikhistorisch ausgerichtete 51. Arbeitstagung des Instituts für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte e. V.als sehr günstig, da diese kirchliche Bibliothek eine eigene Musikabteilung mit wertvollen Altbeständen besitzt. Der Leiter der Proskeschen Musikabteilung, Raymond Dittrich, konzipierte passend zu den einzelnen Vorträgen eine Begleit-Ausstellung mit ausgewählten Handschriften und Drucken aus den hauseigenen Beständen. Der Blick in die Vitrinen illustrierte so die meisten Referate mit originalen Musikalien des 17. bis 19. Jahrhunderts. Der Sammlungsbegründer Dr. Carl Proske (1794–1861) war ein gebürtiger Schlesier, der sich ab 1826 dauerhaft in Regensburg niederließ und auf mehreren Italienreisen älteres Notenmaterial sammelte sowie zahlreiche Spartierungen nach italienischen Quellen anfertigte. Weiterlesen

Die Oratorien Louis Spohrs: Kontext – Text – Musik

Münster, 15.-17.11.2013

Von Attila Kornel – 14.08.2014 | Vom 15. bis 17. November 2013 veranstaltete das musikwissenschaftliche Forschungsprojekt im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ an der Universität Münster eine interdisziplinäre Tagung zum Oratorienschaffen Louis Spohrs. Im Rahmen der Tagung wurden sämtliche vier Oratorien Spohrs aus der Perspektive verschiedener Disziplinen in den Blick genommen und übergreifende Fragen zur Gattungsgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts diskutiert. Weiterlesen

Händel und die Musikgeschichte des Hauses Hannover

Halle an der Saale, 10.-11.06.2014

Von Pascal Schiemann, Halle/Saale – 11.07.2014 | Anlässlich des 300. Jahrestages der Thronbesteigung des Hannoveraner Kurfürsten Georg Ludwig als englischer König George I. im Jahre 1714 richteten das Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft und die Stiftung Händel-Haus am 10. und 11. Juni 2014 die alljährlich stattfindende Internationale Wissenschaftliche Konferenz zu den Händel-Festspielen in Halle (Saale) aus. Unter dem Motto „Georg und Georg / George and George“ fokussierten die interdisziplinären Vorträge sowohl die historischen Hintergründe und Rahmenbedingungen der Personalunion zwischen dem englischen Königshaus und Kurhannover (1714–1837) als auch deren Bedeutung für das Leben und Wirken Georg Friedrich Händels. Die epochenübergreifende Betrachtung des Welfenhofes als musikalische Wirkstätte für zahlreiche Komponisten, Instrumentalisten und Sänger vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert öffnete dabei gleichzeitig den Blick für die umfangreiche Musikgeschichte des Hauses Hannover. Weiterlesen

Digitale Musikedition

Bern, 02.-04.06.2014

Von Moritz Achermann, Bern – 11.07.2014 | Wie gestaltet sich die Musikedition im digitalen Zeitalter? Was sind die Mittel, mit denen heute in der Musikedition operiert wird? Und nicht zuletzt, was macht eine digitale Edition aus und was kann sie leisten? Um diese Fragen kreiste die von Benedict Zemp und Andres Pfister organisierte Tagung „Digitale Musikedition“, die im Juni an der Universität Bern stattfand. Cristina Urchueguía (Bern) stellte im Eröffnungsvortrag unter dem Motto „tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ die Entwicklung der Philologie und ihrer Paradigmen dem rasanten technischen Fortschritt gegenüber. So vereine der Forscher heute bei der Arbeit am Computer den Philologen und den Notenstecher in einer Person. Die zunehmende Digitalisierung sowie die enorme Speicherkapazität moderner Rechner könnten Versprechen der New Philology einlösen, die sich von den Idealtypen „Urtext“ und „Fassung letzter Hand“ zu lösen versucht. Weiterlesen

Spiel (mit) der Maschine: Musikalische Medienpraxis in der Frühzeit von Phonographie, Reproduktionsklavier, Film und Radio

Frankfurt am Main, 29.-31.05.2014

Von Sebastian Rose, Frankfurt am Main – 11.07.2014 | Unsere gegenwärtige Kultur versteht sich als Medienkultur. Zahlreiche Medien, die heute unseren Alltag bestimmen, haben sich vor langer Zeit gegen konkurrierende Entwicklungen durchgesetzt und andere wiederum sind in Vergessenheit geraten. Zu den lange Zeit marginalisierten Medien gehört das Reproduktionsklavier, das einen der vier Mittelpunkte der internationalen Tagung „Spiel (mit) der Maschine“ bildete. Die Tagung – eine Kooperation des Instituts für Musikwissenschaft mit dem Frankfurter Hindemith-Institut und der ARTE-Filmredaktion – fand vom 29.-31. Mai 2014 im Renate-von-Metzler Saal der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt und verfolgte das Anliegen, die Frühzeit musikalischer Medienpraxis von Phonographie, Reproduktionsklavier, Film und Radio aus musik- und medienwissenschaftlicher Sicht insgesamt in den Blick zu nehmen. Weiterlesen

Impulse – Transformationen – Kontraste. Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach.

Magdeburg, 17.-18.03.2014

Von Christine Klein, Halle an der Saale – 11.07.2014 | Anlässlich des 300. Geburtstags Carl Philipp Emanuel Bachs widmete sich die diesjährige Internationale Wissenschaftliche Konferenz im Rahmen der 22. Magdeburger Telemann-Festtage, die vom Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg in Kooperation mit dem Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Abteilung Musikwissenschaft, sowie mit der Internationalen Telemann-Gesellschaft e. V. ausgerichtet wurde, den kulturgeschichtlichen Phänomenen von Kontinuität, Diskontinuität und Generationalität. Die persönliche Verbindung zwischen Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach begann mit Telemanns Taufpatenschaft im Geburtsjahr des zweiten Bach-Sohnes und kulminierte später im Zusammenhang mit der Regelung seiner Nachfolge im Hamburger Kantorenamt. Weiterlesen

Rhythmic Cycles and Structures in the Art Music of the Middle East

Münster, 28.-29.02.2014

Von Judith I. Haug, Münster – 11.07.2014 | Die rhythmischen Modi Usûl der nahöstlichen Kunstmusiken sind, anders als beispielsweise der moderne westliche Akzentstufentakt, ein zentrales, dem melodischen Modus Makâm gleichgestelltes Element und beeinflussen den Kompositionsprozess von Anfang an. Obwohl der Usûl in Aufführungspraxis, Ausbildung und Repertoireübermittlung eine bedeutende Rolle spielt, waren bisher die Forschungsaktivitäten zum Makâm-System weitaus umfangreicher und sichtbarer. Eine spezifisch der Theorie und Praxis der rhythmischen Organisation in den Kunstmusiken des Nahen Ostens gewidmete Veranstaltung stand daher aus, und die im Februar 2014 in Münster gemeinsam von der dortigen Professur für Ethnomusikologie und Europäische Musikgeschichte und dem Orient-Institut Istanbul veranstaltete Tagung füllte diese Lücke. Führende internationale Spezialisten, deren einflussreiche Arbeiten das Feld begründet haben, wurden zum ersten Mal in dieser Form mit den jetzt aktiven Forscher/innen sowie der jungen Generation zusammengebracht, um sich in einem zeitlich und räumlich weit gesteckten Feld intensiv auszutauschen. Geographisch gesehen lag der Fokus auf dem osmanischen Reich mit seinem kulturellen und politischen Zentrum Istanbul, aber der Blick wurde auf die angrenzenden arabischen Gebiete sowie Zentralasien ausgeweitet. Weiterlesen

Blick zurück nach vorn: Richard Strauss und/mit/nach Mozart

Augsburg, 17.-18.05.2014

Von Sebastian Bolz, München – 26.05.2014 | Einen Strauss für Mozart wand die Deutsche Mozart-Gesellschaft anlässlich des diesjährigen Deutschen Mozartfestes in Augsburg und stellte damit neben ihrem Namenspatron den diesjährigen Musikjubilar ins Zentrum. Die Konzerte und Meisterkurse ergänzte auch ein in Kooperation mit dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg veranstaltetes Symposium, das sich um das zwar gut bezeugte, doch selten genauer beschriebene oder analysierte enge Verhältnis von Strauss zu seinem „Lieblingskomponisten" (so Bruno Walter) drehte. Unter dem Titel „Blick zurück nach vorn: Richard Strauss und / mit / nach Mozart" versammelten Melanie Wald-Fuhrmann (Frankfurt a. M.) und Franz Körndle (Augsburg) Forscherinnen und Forscher aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien. Das von Wald-Fuhrmann in einer kurzen Einführung formulierte Desiderat einer systematischen Betrachtung der Beziehung Mozart–Strauss auf all ihren Ebenen inklusive der damit verbundenen methodischen Probleme und der interessanten ästhetischen Konstellation „Mozart UND Strauss" erhielt in acht Vorträgen aus kulturhistorischer, musikanalytischer und biographischer Perspektiven wichtige Impulse. Weiterlesen

Genre: Zur ästhetischen und sozialen Klassifikation von Musik

Berlin, 09.10.2013

Von Christina Kaps, Berlin – 26.05.2014 | Musik sprachlich zu fassen gilt als schwierig, wenn nicht sogar als ganz unmöglich. Nichtsdestotrotz umgibt „die Musik" ein Netz von Begrifflichkeiten und diskursiven Vereinbarungen, die es möglich machen, sich über Musik auszutauschen. Als ein solcher Begriff erweist sich der des Genres – ein Begriff der Kategorisierung musikalischer Wahrnehmung, ein Begriff der Grenzziehung. Seinen Ausgangspunkt nimmt er im Ästhetischen: Genregrenzen markieren, was als ästhetisch angemessen erscheint. Dabei erweisen sie sich zugleich als zutiefst sozial verwurzelt, prägen sie doch auf ihre Weise maßgeblich die soziale Praxis der am musikalischen Prozess beteiligten Akteure. Weiterlesen

Lateinamerika und der Kanon. Erste Konferenz der Regionalsektion für Lateinamerika und die Karibik der Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ARLAC/IMS)

Havanna, 17.-21.03.2014

Von Daniela Fugellie, Berlin und Cristina Urchueguía, Bern – 27.04.2014 | Über 120 Musikwissenschaftler aus dem lateinamerikanischen Raum, Spanien und Portugal trafen sich in Havanna bei der ersten Konferenz der Regionalgruppe für die Länder aus Lateinamerika und der Karibik der IMS (ARLAC). Gastgeber der Veranstaltung war das Forschungs- und Kulturzentrum Casa de las Américas, das seit seiner Gründung 1959 eine zentrale Rolle bei der Förderung und internationalen Vernetzung der Künste und der Geisteswissenschaften innerhalb Lateinamerikas gespielt hat. Weiterlesen

Cipriano de Rore at the Crossroads

München, 20.-21.03.2014

Von Michael Braun, Regensburg – 17.04.2014 | Wenn Cipriano de Rore (1515/16–1565) heute mitunter als Komponist „im Schatten" anderer illustrer Renaissance-Größen wahrgenommen wird, so widerspricht dies vollkommen dem Stellenwert, den er unter Zeitgenossen und noch bis hinein ins 17. Jahrhundert einnahm: In seiner Einführung wies Hartmut Schick (LMU München) darauf hin, dass Rore vielmehr eine „strahlende Gestalt" in der Musik des 16. Jahrhunderts gewesen sei, die wichtigste in zeitlicher Abfolge nach Josquin und vor Monteverdi. Angesichts des Missverhältnisses von einstiger Wertschätzung und heutiger Vernachlässigung sah es die internationale Tagung nicht zuletzt als ihr Ziel an, neue Aufmerksamkeit gegenüber Rore in der Forschung und der Alte-Musik-Szene zu entfachen. Auch in diesem Sinne sei der Titel der Tagung zu verstehen, so Jessie Ann Owens (University of California, Davis), neben Katelijne Schiltz (Universität Regensburg) und Hartmut Schick Hauptorganisatorin der Konferenz. Weiterlesen

3. Italienkurs Musikwissenschaft: Musik und Medien in Mailand

Mailand, 16.-22.03.2014

Von Michaela Kaufmann, Frankfurt – 17.04.2014 | Der „mito“ um das Teatro alla Scala, die Anekdoten und Gerüchte rund um die darin agierenden Protagonisten beherrschen gemeinhin den Eindruck von der Musikstadt Mailand. Genauso wie der Besucher der Stadt durch die Nachbarschaft der zentralen Sehenswürdigkeiten – der Dom und die Scala sind praktischerweise durch die 1867 eröffnete Galleria Vittorio Emanuele II in drei Minuten zu erreichen – sich scheinbar schnell einen Überblick verschaffen kann, wird der Blick des Musikinteressierten allzu leicht eingeengt. Paolo Contes „Molto lontano“ schärft den Blick auf Mailands verborgene Seiten und kann als unterschwelliges Motto für die Beschäftigung mit der Musikgeschichte der Stadt im Rahmen des einwöchigen Seminars bezeichnet werden. Weiterlesen

Komponistenwitwen

Würzburg, 14.-15.02.2014

Von Maria Behrendt, Weimar – 01.03.2014 | Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau – das mag sein. Doch was tut eine solche Frau nach dem Tod ihres Mannes? Trägt sie den großen Namen weiter? Oder tritt sie aus dem Schatten des Genies? Dieser Frage nachzuspüren war das Ziel der internationalen musikwissenschaftlichen Tagung „Komponistenwitwen", die am 14. und 15. Februar im Toskana-Saal der Würzburger Residenz stattfand, unter der Leitung von Ulrich Konrad (Würzburg) und Christiane Wiesenfeldt (Weimar-Jena). Weiterlesen

Musikwissenschaft im Umfeld des Faschismus. Deutsch-italienische Perspektiven. Workshop für Studierende der Musikwissenschaft

Rom, 10.-11.12.2013

Von Stephanie Klauk, Rom – 01.03.2014 | Gefördert vom DAAD veranstalteten die Universität des Saarlandes und die Università degli studi di Roma Tre gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Rom einen Workshop für deutsche und italienische Studierende zum Thema „Musikwissenschaft im Umfeld des Faschismus". In einer deutsch-italienischen Gruppe von Studierenden und Lehrenden wurde am Beispiel der Instrumentalmusik des 18. und 19. Jahrhunderts Musikwissenschaft und Musikästhetik im Umfeld des deutschen und des italienischen Faschismus thematisiert. Ausgehend von zentralen Aspekten der einzelnen Sektionen sollte neben der Darlegung konkurrierender Positionen der deutschen und der italienischen Musikwissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch die These von der Instrumentalmusik der ‚Wiener Klassik' als genuin deutscher Errungenschaft hinterfragt werden. Weiterlesen

Typisch Deutsch – (Eigen)Sichten auf populäre Musik in diesem unserem Land (24. Arbeitstagung des ASPM)

Gießen, 22.-24.11.2013

Von André Rottgeri, Passau – 01.03.2014 | Unter dem Titel Typisch Deutsch – (Eigen)Sichten auf populäre Musik in diesem unseren Land fand vom 22.–24. November 2013 am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität in Gießen die 24. Arbeitstagung des ASPM (Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V.) statt. Zu dieser jährlichen Veranstaltung trafen sich diesmal circa 80 Teilnehmer und Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um im Rahmen von 27 Vorträgen das Tagungsthema und aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich der Popularmusikforschung zu diskutieren. Eröffnet wurde das Konferenzprogramm durch die Dekanin Claudia Bullerjahn und den Vortrag („Typisch deutsche“ populäre Musik heute – Eine Einführung) von Thomas Phleps, der damit eine aktuelle Betrachtung zur deutschen Popmusikszene präsentierte. Weiterlesen

„ohne Widerrede unser größter Kirchenkomponist". Annäherungen an Gottfried August Homilius

Dresden, 30.01.-01.02.2014

Von Ruprecht Langer, Leipzig – 12.02.2014 | Vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2014 fand in Dresden das internationale Symposium anlässlich des 300. Geburtstages des Organisten und Kreuzkantors Gottfried August Homilius (1714–1785) statt. Dass ein solch ambitioniertes Vorhaben bezüglich eines Komponisten in die Tat gesetzt werden konnte, der noch vor wenigen Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein fristete, spiegelt das wachsende Interesse der Forschung an seinem Leben, Werk und Wirken wider. Das Symposium wurde von der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, dem Dresdner Kreuzchor und der Stiftung Frauenkirche Dresden veranstaltet und fand im Haus der Kathedrale in Dresden statt. Gefördert wurde es von der Mitteldeutschen Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. und der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Weiterlesen

Macht und Ohnmacht der Musik. Händel, der Staatskomponist

Halle (Saale), 14.-16.11.2013

Von Jana Kühnrich, Halle/Saale – 11.01.2014 | Vom 14. bis 16. November 2013 fand in Halle (Saale) die Internationale Wissenschaftliche Konferenz „Macht und Ohnmacht der Musik. Händel, der Staatskomponist“ statt, die ursprünglich für den 10.–12. Juni 2013 geplant gewesen, doch wegen der Hochwasserkatastrophe in Halle genauso wie die Händel-Festspiele abgesagt worden war. Dass die Konferenz nun im November nachgeholt werden konnte, ist dem Engagement der Veranstalter, der Stiftung Händel-Haus, der Abteilung Musikwissenschaft am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung, zu verdanken. Das von ihnen aufgestellte Programm der Konferenz stieß bei den über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes Interesse, wie die lebhaften Diskussionen bewiesen. Weiterlesen

SysMus13 - International Conference of Students of Systematic Musicology

Genua, 12.-14.09.2013

Von Laura Neumann und Stefan Hindtsche, Leipzig – 11.01.2014 | Die sechste der SysMus-Konferenzen, einer von Richard Parncutt und Manuela Marin ins Leben gerufenen Tagungsreihe für Studierende der Systematischen Musikwissenschaft, fand vom 12. bis 14. September 2013 im CasaPaganini-InfoMus Research Centre (Genua) statt. Wie in den vorangegangenen Jahren bot diese Tagung vor allem Studierenden und Doktoranden die hervorragende Möglichkeit, aktuelle Projekte zu präsentieren, kennen zu lernen und zu diskutieren. Die Zusammenarbeit mit Antonio Camurri, Direktor der CasaPaganini, und dessen Mitarbeitern erwies sich dabei als besonders gewinnbringend, da an diesem Forschungszentrum auf interdisziplinärer Ebene Aspekte des Musizierens und der Rezeption untersucht werden, die in einzigartiger Weise mit den Interessengebieten der systematischen Musikwissenschaft korrespondieren. Weiterlesen

»Musiktheorie und Ästhetik« – XIII. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)

Rostock, 04.-06.10.2013

Von Birger Petersen, Mainz – 15.12.2013 | Ästhetische Fragestellungen sind in der Auseinandersetzung mit Musiktheorie allgegenwärtig, ob in der Lehre oder Forschung, historisch oder systematisch und in allen Teildisziplinen. Die Thematisierung von Ästhetik im Rahmen des Jahreskongresses der GMTH in Rostock ist entsprechend nachvollziehbar – zumal sie das Fach in Richtung benachbarter Disziplinen zu öffnen vermag. Dabei kommt diesem Diskurs der Umstand entgegen, dass der Gegenstandsbereich der Ästhetik – von der allgemeinen Theorie der sinnlichen Wahrnehmung bis hin zu philosophischen und soziologischen Theorien der Kunst – ähnlich weit gefasst ist wie derjenige der Musiktheorie. Die in Rostock erörterten Fragen betrafen entsprechend das praktisch-pädagogische Handeln in der Musiktheorie im Verhältnis zur normativen Dimension der Ästhetik, aber auch zwischen wissenschaftlich-theoretischer Reflexion und Musik als ästhetischem Gegenstand. Weiterlesen

Rezeption und Kulturtransfer. Deutsche und französische Musiktheorie nach Rameau

Mainz, 28.09.2013

Von Anne-Sophie Lahrmann, Mainz – 15.12.2013 | Am 28.September 2013 versammelten sich Musikwissenschaftler und Musiktheoretiker internationaler Provenienz unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Birger Petersen in der Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, um sich über das Thema ‚Rezeption und Kulturtransfer. Deutsche und französische Musiktheorie nach Rameau‘ auszutauschen. Die Geschichte der Rameau-Rezeption in Deutschland ist eine Geschichte der Missverständnisse. Eine bedeutende Rolle spielt in diesem Kontext die Aneignung von Terminologie, aber auch die deutsch-französische Sprachbarriere, die trotz der Gültigkeit des Französischen als lingua franca des 18. Jahrhunderts im Bereich des fachlichen Austauschs deutlich wird. Weiterlesen

The Music Encoding Conference 2013

Mainz, 22.-24.05.2013

Von Christin Heitmann, Berlin – 15.12.2013 | „Music encoding“ meint die Software-unabhängige Codierung von musikalischen und musikbezogenen Daten mit Hilfe eines XML-basierten Datenformats. Neben Humdrum und MusicXML, bekannt durch die Export-Funktion in gängiger Notensatz-Software, hat sich MEI (Music Encoding Initiative, http://music-encoding.org) während des letzten Jahrzehnts zu einer der wichtigsten musik-bezogenen XML-basierten Datenformate entwickelt. Die Ähnlichkeit mit der Bezeichnung TEI (Text Encoding Initiative, http://www.tei-c.org) ist keineswegs zufällig, lehnt sich der Aufbau von MEI doch stark an die Strukturen von TEI – eines allgemein etablierten Standards für die wissenschaftliche / editorische Auszeichnung von Texten aller Art – an und setzt auf Kompatibilität und Kombinierbarkeit beider Formate. Vor allem die Ausrichtung auf die Erfordernisse wissenschaftlicher Editionen ist diesen beiden Formaten gemeinsam. Weiterlesen

Schreiben für das Kunstwerk der Zukunft. Textsorten, Strategien und Inhalte in Richard Wagners Briefen und Schriften

(Richard Wagner Schriften. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Festakt und Symposium zum Projektbeginn)

Würzburg, 14.-15.11.2013

Von Andreas Münzmay, Frankfurt am Main – 08.12.2013 | Das im Akademienprogramm mit einer Laufzeit bis 2028 angelegte Vorhaben einer Edition der Schriften Richard Wagners konnte unter Leitung von Ulrich Konrad 2013 an der Universität Würzburg die Arbeit aufnehmen. Dies wurde mit einem Festakt gefeiert und mit einem eintägigen wissenschaftlichen Symposium gewürdigt, welches auch jenseits von Antrags- und Begutachtungsverfahren die Relevanz des Vorhabens in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit eindrücklich vor Augen führte. Den Festakt nutzte Ulrich Konrad, um Dimension und Konzept zu erläutern: Voraussichtlich 229 zu edierende Titel summieren sich zu geschätzten 4000 Druckseiten. Eine chronologische Ordnung, wie sie schon Richard Wagner selbst in seinen Gesammelten Schriften und Dichtungen (GSD)vorgenommen hatte, könne gerade auch über Grenzen einer Textsortensystematik hinweg Bezüge der Schriften und Dichtungen untereinander deutlich werden lassen. Weiterlesen

Heinrich-Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft

Venedig, 19.-22.09.2013

Von Michael Pauser, Weimar – 26.11.2013 | Erstmals in ihrer Geschichte war es der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft e. V. unter Leitung ihres Präsidenten Prof. Dr. Walter Werbeck gelungen, ein Heinrich-Schütz-Fest in der für den Komponisten so wichtigen Stadt Venedig zu veranstalten. Als lokaler Partner konnte frühzeitig das Deutsche Studienzentrum in Venedig mit PD Dr. Sabine Meine gewonnen werden, die die interdisziplinäre Einrichtung mit Sitz am Canal Grande seit 2010 als Musikwissenschaftlerin leitet. Gefördert wurde das Schütz-Fest zudem durch die Landgraf Moritz-Stiftung in Kassel, die Bremer Hochschule für Künste und ihren Freundeskreis sowie den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. Die Fritz-Thyssen-Stiftung unterstützte das wissenschaftliche Symposion. Die Schirmherrschaft übernahmen das Generalkonsulat Mailand und die Procuratoria von San Marco. Weiterlesen

Johann Wendelin Glaser (1713-1783): Der Kantor und Praeceptor im Kontext seiner Zeit

Wertheim, 25.-27.10.2013

Von Lea Roller, Stuttgart – 22.11.2013 | Vom 25. bis zum 27. Oktober 2013 luden der Archivverbund Main-Tauber, die Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg, das Institut für Musikforschung der Universität Würzburg und das Grafschaftsmusem Wertheim zum wissenschaftlichem Symposium und Kantatengottesdienst in das pittoreske Städtchen Wertheim, um sich mit dem weitgehend unbeachteten hiesigen Komponisten Johann Wendelin Glaser zu befassen, dessen Kantaten erst 1903 in der Orgel der Wertheimer Stiftskirche gefunden wurden. Weiterlesen

„Johann Ludwig Krebs (1713–1780): Leben und Wirken“

Weimar, 12.-13.10.2013

Von Julian Heigel, Berlin – 18.11.2013 | Im herbstlichen Weimar fand vom 12. bis 13. Oktober 2013 das wissenschaftliche Symposium „Johann Ludwig Krebs (1713–1780): Leben und Wirken“ statt. Ausgerichtet wurde das Symposium von der Academia Musicalis Thuringiae (AMT) in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena aus Anlass des 300. Geburtstages des thüringisch-sächsischen Komponisten Johann Ludwig Krebs. Anliegen der Veranstaltenden war es, Krebs nicht nur als Bachschüler und Orgelkomponisten wahrzunehmen, sondern ihn als eigenständigen, stilistisch vielfältigen Komponisten der Jahrhundertmitte zu begreifen, dessen Œuvre bisher mit Ausnahme der Orgelwerke kaum musikalisch analysiert, interpretiert und kontextualisiert worden ist. Weiterlesen

„Studienkurs am Händel-Haus zum Oratorium Theodora“

Halle (Saale), 25.-27.09.2013

Von Sjur Haga Bringeland, Leipzig/Bergen (Norwegen) – 10.10.2013 | Der alljährlich im Herbst stattfindende dreitägige Studienkurs der Stiftung Händel-Haus in Halle an der Saale bietet fortgeschrittenen Studierenden der Musikwissenschaft und Musikstudierenden mit Schwerpunkt Historische Aufführungspraxis die Möglichkeit, namhaften Händel-Forschern und -Forscherinnen zu begegnen, um sich mit Problemen des Edierens, der Aufführungspraxis und der Rezeptionsgeschichte zu befassen. Auch die Sammlungsbestände der Stiftung Händel-Haus werden besichtigt, eine Sammlung, die neben Dokumenten zum Leben und Wirken Händels auch über eine reiche Instrumentensammlung verfügt. Weiterlesen

Schrift, Klang und Performanz. Forschungsperspektiven zur italienischen Oper des langen 18. Jahrhunderts

Mainz, 10.-11.05.2013

Von Berthold Over, Mainz – 06.10.2013 | Die vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Mainz und dem an der Universität Wien beheimateten FWF-Forschungsprojekt „Opera buffa in Wien (1763-1782)“ veranstaltete Tagung „Schrift, Klang und Performanz. Forschungsperspektiven zur italienischen Oper des langen 18. Jahrhunderts“ verfolgte das Ziel, aktuelle Forschungsprojekte der Opernforschung zu präsentieren und ein Forum zum gegenseitigen Austausch von Problemen, Fragestellungen und Resultaten zu bieten. Weiterlesen

Musica Baltica: „Gelegenheitsmusik des Ostseeraums vom 16. bis 18. Jahrhundert“

Greifswald, 21.-23.03.2013

Von Eliesa Schulte, Greifswald – 28.09.2013 | Seit 20 Jahren veranstaltet das Greifswalder Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft Musica Baltica-Tagungen zu interregionalen musikkulturellen Beziehungen im Ostseeraum. Die diesjährige Tagung entstand aus dem dort angesiedelten DFG-Projekt „Gelegenheitsmusik des Ostseeraums vom 16. bis 18. Jahrhundert“ und fand im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg statt. Geleitet wurde die Tagung von den Projekt-Mitarbeitern Peter Tenhaef, Beate Bugenhagen und Juliane Peetz-Ullman. Weiterlesen

Einführung in die textkritische Arbeit mit Edirom: Digitale Darstellung von Schreibschichten in Beethoven-Handschriften (6. Beethoven-Studienkolleg)

Bonn, 26.-28.08.2013

Von Marte Auer, Berlin – 15.09.2013 | Unter dem Thema „Einführung in die textkritische Arbeit mit Edirom: Digitale Darstellung von Schreibschichten in Beethoven-Handschriften“ lud das Beethoven-Haus vom 26.-28. August 2013 Studentinnen und Studenten der Musikwissenschaft zum mittlerweile 6. Beethoven-Studienkolleg nach Bonn ein. Vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert, befasste man sich erneut mit dem Thema Musikedition, dieses Jahr ging es allerdings um den Schritt in die digitale Welt. Weiterlesen

Die Reichsmusikkammer. Im Zeichen der Begrenzung von Kunst

Berlin, 27-29.06.2013

Von Oliver Bordin, Münster – 15.09.2013 | Das von Albrecht Riethmüller (Berlin) geleitete Teilprojekt „Ästhetische Diversifikation als Zukunft der Musik“ im DFG-Sonderforschungsbereich Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste an der Freien Universität Berlin veranstaltete vom 27. bis 29. Juni 2013 gemeinsam mit Michael Custodis (Münster) ein Symposium, das den Einfluss der Reichsmusikkammer (RMK) auf das deutsche Musikleben zum Gegenstand hatte. Mit dieser Veranstaltung wurde eine 1999 in Toronto und 2002 in Berlin begonnene Reihe fortgesetzt, deren Ergebnisse in den Tagungsbänden „Music and Nazism: Art under Tyranny, 1933-1945“ (Laaber 2003) und „Deutsche Leitkultur Musik? Zur Musikgeschichte nach dem Holocaust“ (Stuttgart 2006) dokumentiert sind. Im Fokus der dritten Tagung standen nun sowohl Strukturen, Aufgaben und Personal der RMK, als auch Musiker und Funktionäre, deren Handeln konkrete Rückschlüsse auf die Spielräume und Grenzen von Musik im Dritten Reich erlaubt. Weiterlesen

Klavierrollen im Katalog. Workshop zur Erschließung von Notenrollen für selbstspielende Klaviere

München, 06.-07.05.2013

Von Till Kordt-Dauner, München – 28.08.2013 | Das DFG-Projekt zur „Erschließung und Digitalisierung von Notenrollen für selbstspielende Klaviere" wird seit Januar 2013 am Deutschen Museum München von Silke Berdux und Rebecca Wolf durchgeführt. Insgesamt soll der rund 3.000 Notenrollen umfassende Bestand des Museums für die Online-Präsentation erschlossen, katalogisiert und digitalisiert werden. Zu diesem Zweck wird ein zukunftsfähiges und wissenschaftliches Standardverfahren zur Erschließung von Notenrollen entwickelt, das einerseits von den verschiedensten Einrichtungen zur Aufarbeitung von Notenrollenbeständen verwendet werden kann und andererseits dem Nutzer/der Nutzerin die Suche und den Umgang mit allen relevanten Daten der Notenrollen ermöglichen soll. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Notenrollen gescannt und die Digitalisate zur audiovisuellen Präsentation für das Internet aufbereitet. Weiterlesen

Jahrestagung der Israeli Musicological Society (IMS)

Tel-Aviv, 30.06.-01.07.2013

Von Benjamin Perl, Tel Aviv – 13.08.2013 | In Israel gibt es seit Jahrzehnten eine rege musikwissenschaftliche Tätigkeit. Bevorzugte Themen sind naturgemäß die Geschichte der jüdischen Musik und Liturgie, die Ursprünge des hebräischen Volklieds und die neu-israelische Kunstmusik. Aber israelische Musikwissenschaftler befassen sich auch mit allen weltweit aktuellen Themen, wie der Geschichte der Musik im Westen, Musiktheorie, Musikpsychologie, Pädagogik und Ethnomusikologie. Die israelische Sozietät für Musikwissenschaft umfasst gegen 100 Forscher und kommt jährlich zu Beginn des Sommers zusammen, jedesmal von einer anderen Universität beherbergt. Dieses Jahr war der Kongress in der Levinsky-Hochschule für Musiklehrer in Tel-Aviv zu Gast. Weiterlesen

Das Leipziger Musikverlagswesen im internationalen Kontext

Leipzig, 20.-22.06.2013

Von Linda Escherich, Leipzig – 19.07.20213 | Vom 20. bis 22. Juni 2013 fand in Leipzig ein internationales und interdisziplinäres Symposium zum Leipziger Musikverlagswesen statt. Die von der DFG geförderte Tagung wurde von den Musikwissenschaftlern Stefan Keym und Peter Schmitz organisiert in Kooperation mit Thekla Kluttig und war somit das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Universität Leipzig, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Sächsischen Staatsarchiv – Staatsarchiv Leipzig. Sie verfolgte das Ziel, mit Hilfe von Fallstudien am Beispiel Leipzigs grundlegende Strukturaspekte, Wirkungsmechanismen und Entwicklungsprozesse des Musikverlagswesens aus einer breiten kulturgeschichtlichen Perspektive zu erörtern. Weiterlesen

Barcarola. Alltags- und Imaginationsgeschichte des venezianischen Gondelliedes / Barcarola. Il canto del gondoliere nella vita quotidiana e nell'immaginazione artistica

Venedig, 13.-14.06.2013

Von Henrike Rost, Berlin – 13.07.2013 | Das venezianische Gondellied (ital. Barcarola) ist eng an die Geschichte der Lagunenstadt gebunden. Ungefähr seit Mitte des 18. Jahrhunderts greifbar, hat sich die Barkarole bis in das 20. Jahrhundert hinein, auch in instrumentaler Form und innerhalb der Oper, zu einer europäischen Gattung entwickelt. Dabei hat sie sich weitgehend von ihrem venezianischen Ursprungskontext entfernt und zur Verbreitung von Imaginationen Venedigs in ganz Europa beigetragen. Weiterlesen

„Les musiques de films. Nouveaux enjeux, rencontre sensible entre deux arts" (Ausstellung, Katalog und Kolloquium)

Paris, 07.-08.06.2013

Von Jürg Stenzl, Salzburg – 08.07.2013 | Filmo-musikologie oder Musiko-filmologie?

Unübersehbar ist in der jüngeren deutschsprachigen Musikologie das Interesse an Filmmusik; das war noch vor 30 Jahren, als 1981 gleichzeitig Helga de la Mottes Filmmusik und Hansjörg Paulis Buch über Musik im Stummfilm erschienen sind, undenkbar. Unverkennbar aber auch, allen unaufhörlich erhobenen Forderungen nach „fächerübergreifendem Arbeiten“ zum Trotz, dass dieses neue Interesse gerade nicht zu einer Verbindung, gar Zusammenarbeit mit der Filmwissenschaft führte. Diese fristete in Deutschland und Österreich (von der deutschsprachigen Schweiz nicht zu reden) innerhalb der Universitäten allenfalls ein Mauerblümchendasein. Von einer konservativ bestimmten deutschen Musikforschung, die jeder Beschäftigung mit dem 20. Jahrhundert mit Skepsis und offener Ablehnung begegnete, konnte damals keine Unterstützung kommen. Weiterlesen

Imitatio – Aemulatio – Superatio? Vokalpolyphonie des 15./16. Jahrhunderts in Polen, Schlesien und Böhmen

Münster, 25.-26.04.2013

Von Dominik Höink, Münster – 03.06.2013 | Das seit einigen Jahren regelmäßig in Münster stattfindende troja-Kolloquium für Renaissancemusik hat unter der organisatorischen Leitung von Jürgen Heidrich in diesem Jahr den Fokus gen Osten gelenkt und sich dem Raum Polens, Schlesiens und Böhmens zugewandt. Durch diese Verschiebung der Blickrichtung sollte die musikhistorische Entwicklung in Osteuropa näher beleuchtet werden, die – vor dem Hintergrund der starken Konzentration auf die franco-flämische und italienische Musik – bisher vielfach als peripher wahrgenommen wurde. Weiterlesen

Richard Wagner in München. Interdisziplinäres Symposium zum 200. Geburtstag des Komponisten

München, 25.-27.04.2013

Von Sebastian Bolz, München – 28.05.2013 | Die Beziehungen einer Stadt zu der Musik, die dort erklingt, ebenso wie zu den Musikern und Komponisten, die dort wirken, sind komplex und erlauben, ja erfordern Betrachtungen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. So erscheint es konsequent, dass im Jahr des 200. Geburtstages von Richard Wagner – mithin eine Figur, die seit jeher Kommentatoren aus zahllosen Disziplinen herausgefordert hat – das Verhältnis des Komponisten zu seinen Wirkungsorten in den Blick rückt, wobei "München neben Bayreuth als Wagner-Stadt schlechthin" (so jüngst Dieter Borchmeyer) zentrale Bedeutung für die Aufführung und Ausstrahlung der Werke zukommt. Weiterlesen

Das Autograph – Fluch und Segen. Probleme und Chancen für die musikwissenschaftliche Edition

Berlin, 19.-21.04.2013

Von Jakob Hauschildt, Kiel – 07.05.2013 | Die Vorgeschichte dieser Tagung reicht weit zurück: Bereits 1998 und 2000 fanden zwei ‚Editorenseminare' im Curt-Sachs-Saal des Berliner Musikinstrumenten-Museums statt, ein drittes, ebenfalls von Helga Lühning geleitetes, schloss sich 2002 in Düsseldorf an. Das ‚Editorenseminar IV' nun wurde noch von Klaus Döge vorbereitet, dem 2011 verstorbenen Sprecher der Fachgruppe Freie Forschungsinstitute (fffi); seinem Andenken war diese Tagung gewidmet. Weiterlesen

Venezia moderna - Die Wahrnehmung der Lagunenstadt in Musik, Film und Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts (Studienkurs des Deutschen Studienzentrums in Venedig / Italienkurs II der Gesellschaft für Musikforschung)

Venedig, 03.-11.03.2013

Von Elisabeth Probst, Graz – 28.04.2013 | Der Studienkurs des Deutschen Studienzentrums in Venedig zum Thema Venezia moderna. Die Wahrnehmung der Lagunenstadt in Musik, Film und Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts fand vom 3. bis 11. März 2013 unter der Leitung von PD Dr. Sabine Meine und Dr. Stefan Neuner statt und wurde zugleich als diesjähriger Italienkurs II der Gesellschaft für Musikforschung (Leitung: PD Dr. Sabine Meine und Prof. Dr. Christine Siegert, Berlin) abgehalten. Der von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung subventionierte Studienkurs setzt sich zum Ziel, Nachwuchswissenschaftler/innen verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen die Bedeutung der Erforschung Venedigs zu vermitteln und sie auf die vielfältigen Themen und Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die es in Verbindung mit der Stadt zu erforschen und zu nutzen gibt. Weiterlesen

London International Piano Symposium

London, 08.-10.02.2013

Von Tanja Eichmann, Köln – 23.03.2013 | Vom 8. bis zum 10. Februar fand am Royal College of Music in London erstmalig ein internationales Klavier-Symposium statt, das durch Christine Mackie, Musikwissenschaftlerin und Künstlerin, ins Leben gerufen und in Kooperation mit Steinway Hall veranstaltet wurde. Das Symposium war interdisziplinär und sollte Künstler, Wissenschaftler, Pädagogen und Studierende zu einem gemeinsamen Diskurs einladen, um das Thema des „Klaviervortrags“ - „Piano Performance“ im einundzwanzigsten Jahrhundert möglichst breit angelegt zu betrachten. Weiterlesen

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